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Kurzauftritt im Kino: Nach der Präsentation der kleinen Dokumentation gab der Sirenenchor ein paar Lieder zum Besten.  

Matinee

Kino-Spaß mit Sirenenchor und singenden Senioren

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Regisseur Walter Steffen präsentierte im Wolfratshauser Kino seinen neuen Kurzfilm über den Sirenenchor. Im nahezu vollbesetzten Saal gab das Ensemble auch selbst einige seiner Lieder zum Besten. 

Wolfratshausen – Unter dem Motto „Wenn Sirenen und Senioren singen“ lud der Kulturverein Isar-Loisach am Sonntagvormittag zu einer Matinee ins Kino an der Bahnhofstraße ein. Nachdem der Sirenenchor in einem kurzen Dokumentarfilm zu sehen und zu hören war, gab das Ensemble im nahezu voll besetzten Saal noch vier Lieder zum Besten. Der im Anschluss vorgeführte Kinofilm „Young@Heart“ zeigte dann, warum Singen auch im hohen Alter noch so viel Spaß machen kann.

Bevor sich der Saal verdunkelte, erinnerte der aus Seeshaupt nach Wolfratshausen gekommene Filmemacher Walter Steffen noch einmal an den Entstehungsprozess seiner Mini-Dokumentation über den Sirenenchor. „Assunta Tammelleo bat mich darum, einen kurzen Imagefilm fürs Internet zu drehen“, berichtete er. Steffen ließ sich nicht lang bitten: Gemeinsam mit seinem Filmteam begleitete er das hauptsächlich aus Frauen bestehende Ensemble bei drei Proben und drei Auftritten. „Am Ende hatten wir über 20 Stunden Material“, erzählte Steffen dem Publikum. Aus den geplanten zwei- bis dreiminütigen Zusammenschnitt wurde ein knapp sechseinhalbminütiger Film.

Darin berichten Assunta Tammelleo, Andrea Weber, Sabrina Schwenger, Regina Hellmann, Isabel Heß sowie Hermann Paetzmann und Nikolaus Sanktjohanser über ihre Beweggründe, im Chor mitzuwirken. Während Hellmann das Singen als „das Wichtigste“ in seinem Leben bezeichnet, ist es für Nikolaus Sanktjohanser nur ein Ventil, um Dampf abzulassen. Kein Wunder, machte sich der Sirenenchor doch schon bei einer Anti-AfD-Demo in Geretsried und bei einer Kundgebung zum Erhalt der Geburtsstationen im Landkreis bemerkbar.

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Dass man(n) nicht jeden Text des Ensembles bierernst nehmen sollte, war dann beim Kurz-Auftritt im Saal des Kinos zu hören. „Der Mann, das ist ein Lustobjekt und sonst nicht zu gebrauchen“, hieß es da in einem Stück. Darüber lachten vor allem die Herren der Schöpfung herzlich. Und auch den beiden Kinobetreiberinnen Gudrun Heigl und Cornelia John gefielen die Gesangseinlagen so gut, dass sie spontan entschlossen, einen Geldbetrag für den Sirenenchor zu spenden.

Begeistert vom Gesamtambiente des Wolfratshauser Lichtspieltheaters äußerte sich Filmemacher Walter Steffen. Er appellierte an die politischen Entscheidungsträger in der Stadt, dieses Kino als „Kulturgut“ lange zu erhalten. 

ph


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