Ein 21-jähriger Wolfratshauser musste sich wegen Betrugs vor dem Gericht verantworten. 
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Der Verkäufer musste sich vor Gericht wegen Betrugs verantworten. 

Amtsgericht

„Klassischer Fall von Ebay-Betrug“

Ein 21-jähriger Wolfratshauser musste sich wegen Betrugs vor Gericht verantworten. 

Wolfratshausen – Es war ein hübsches, modernes Gerät. Auf Ebay bot ein junger Wolfratshauser einen Laptop zum Preis von 290 Euro an. Das Geld dafür sackte der 21-Jährige von einem interessierten Käufer ein. Der erhielt den Computer allerdings nie. Vor dem Jugendrichter musste sich der Verkäufer, der inzwischen in Geretsried lebt, wegen Betrugs verantworten.

Eigentlich wollte sich der 21-Jährige gar nicht zu den Vorwürfen äußern. Auf Nachfrage des Richters räumte er aber zumindest etwas ein. „Der Sachverhalt hat sich schon so zugetragen“, nuschelte er. Die zwei Raten der Zahlung – eine zu 150, die zweite zu 140 Euro – wurden wie im Internet vereinbart über die Online-Bezahl-Plattform paypal überwiesen. Das Geld behielt er auf seinem Konto – ohne den angebotenen Laptop zu versenden. „Ich hatte nicht die Absicht, jemanden zu schädigen“, beteuerte er. Nachdem er von einem Anwalt per Brief aufgefordert wurde, das Geld zurückzubezahlen, sei er dem Wunsch nachgekommen. Auf die Nachfrage, wieso er den Computer nicht verschickt hatte, wollte sich der 21-Jährige nicht äußern.

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Die Zahlungen konnte der Geschädigte beweisen. Das reichte dem Gericht, um den jungen Mann für schuldig zu befinden. „Es ist der klassische Fall von Ebay-Betrug“, konstatierte Jugendrichter Urs Wäckerlin. Der Staatsanwalt konnte das knappe Geständnis des Angeklagten nicht vollumfänglich akzeptieren: „Zu den Motiven und der Tat hat er nichts gesagt.“ Der junge Mann wurde zu einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu je 25 Euro verurteilt.  

dst


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