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Unter anderem möchte die Bürgervereinigung den Radverkehr fördern (Archivfoto).

Breit aufgestellt in den Wahlkampf 

Kommunalwahl 2020: Das Programm der Bürgervereinigung

Die Wolfratshauser Bürgervereinigung hat ein üppiges Programm für die Kommunalwahl. Der Schwerpunkt liegt auf Mobilität.

Wolfratshausen – Acht Seiten umfasst das Wahlprogramm der Bürgervereinigung Wolfratshausen (BVW). Neben vielen bereits bekannten Zielen der Gruppierung, die derzeit acht Stadträte und den Bürgermeister stellt, findet man vereinzelt auch Überraschungen.

Rathauschef Klaus Heilinglechner hob die interfraktionelle Zusammenarbeit hervor, ehe er detaillierter über die Ziele seiner Gruppierung sprach. „Alles, was wir geschafft haben, haben wir fraktionsübergreifend schaffen müssen.“ Höhepunkte wie der Kauf der Landwirtschaftsschule – „eine Belebung“ – die Kinderbetreuungssituation oder eine Resolution zum Erhalt der Geburtenstation in der Wolfratshauser Kreisklinik waren nur über die Zusammenarbeit mit anderen Fraktionen möglich. „Viel passiert“ sei in den vergangenen sechs Jahren, auch wenn die Bürgervereinigung in manchen Projekten „ausgebremst“ worden sei.

Einige der bereits im Stadtrat besprochenen Vorhaben finden sich im aktuellen Wahlprogramm der BVW: Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, eine seniorengerechte Stadt, eine stärkere Einbindung von Jugendlichen in die Lokalpolitik, Förderung des Rad- und des Personennahverkehrs – alles Punkte, für die sich die Stadtratsmitglieder der Bürgervereinigung bereits seit Jahren einsetzen. Die Bedeutung des Verkehrs hob Heilinglechner während der Vorstellung des Programm hervor. „Das Hauptthema in Wahlkämpfen ist die Mobilität.“ Weil er um die Bedeutung des Verkehrs weiß, habe er eine gemeinsame Klausur des Stadtrats mit den Kollegen aus Geretsried initiiert, bei der auch über dieses Thema diskutiert wurde. „Die beiden Städte stehen sich so nah wie noch nie, und das kann auch ich mir auf die Fahnen schreiben“, betonte Heilinglechner, der sich aus der Zusammenarbeit auch mit anderen Kommunen Lösungsansätze für das drängende Verkehrsthema erhofft.

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Die Bürgervereinigung möchte ihrem Wahlprogramm zufolge vor allem moderne Mobilitätskonzepte unterstützen, den Radverkehr fördern und den ÖPNV verbessern. Weitestgehend einig sind sich alle Parteien, dass der Sport in der Stadt gepusht werden soll. Die BVW möchte dies durch ein neues Lehrschwimm- und Bewegungsbecken schaffen – „eines unserer wichtigsten Projekte im Sportbereich“ heißt es im Wahlprogramm. Auch ein Sporthallen-Neubau soll forciert werden. Frei zugängliche Sportangebote wie ein Trimm-dich-Pfad oder eine Boulder-Anlage sind neu in der Debatte.

Auch der Ansatz, den Bürgerbeteiligungsprozess auf die Stadtteile auszuweiten, ist relativ neu. „Jeder Ortsteil hat seine Problemzonen“, sagt der Rathauschef. „Wenn wir etwas verbessern wollen, müssen wir die Bürger abholen, mitnehmen, und fragen: ,Was macht Euren Stadtteil für Euch noch lebenswerter‘.“ Die ersten Erfahrungen mit dem Bürgerbeteiligungsprozess zur Umgestaltung der Altstadt, „bei der wir mit 150 Bürgern eine sehr gute Resonanz hatten“, will die BVW nutzen. Stadträtin Dr. Ulrike Krischke stellte ihrer Fraktion und dem Bürgermeister ein gutes Zeugnis aus. Dem Wahlkampfmotto von vor sechs Jahren „Gutes bewahren und Neues wagen“ sei man auch beim aktuellen Programm treu geblieben. Sie hob hervor, dass die BVW „Senioren noch stärker in den Fokus“ genommen hat und zum Beispiel durch Bauprojekte wie das geplante Mehrgenerationenhaus an der Sauerlacher Straße aktiv etwas unternommen habe.

Dominik Stallein

Alle Infos rund um die Kommunalwahl finden Sie auch unserer Themenseite.

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