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Soll saniert werden: Das alte Krankenhaus an der Sauerlacher Straße. 

Bauprojekt

Projekt an der Sauerlacher Straße - wohin mit den Bewohnern?

Ein Mehrgenerationenwohnhaus soll auf dem Gelände des alten  Krankenhauses an der Sauerlacher Straße entstehen. Doch wo sollen die derzeitigen Bewohner des Eckhauses untergebracht werden?

Wolfratshausen – Das Bauprojekt an der Sauerlacher Straße 15 nimmt langsam Formen an. Die Kommune möchte das alte Krankenhaus wie berichtet an eine Baugenossenschaft in Erbpacht übergeben. Diese soll das denkmalgeschützte Gebäude sanieren und neue Wohnungen auf dem Grundstück errichten. Die Maro Genossenschaft aus Ohlstadt hat sich für den Auftrag beworben – und den Zuschlag erhalten.

Der Stadtrat hatte zuvor in nicht öffentlicher Sitzung einige Forderungen formuliert. Bekannt sind diese nicht. „Die Genossenschaft hat unsere Vorgaben vollumfänglich akzeptiert“, erklärt Bürgermeister Klaus Heilinglechner aber auf Nachfrage.

Bevor allerdings schweres Gerät an das Eckhaus rücken kann, muss die Stadt eine Lösung für die derzeitigen Bewohner finden. In dem Gebäude sind zwei Wohnungen lange vermietet, außerdem „sind acht oder neun Wohnungssuchende an der Sauerlacher Straße 15 untergebracht“, so der Rathauschef.

Man wolle für diese Menschen „einen sozialen Weg und einen angemessenen Wohnraum finden“, bevor sich die Genossenschaft an die Arbeit macht. Dabei wird die Kommune von der Caritas unterstützt. „Die Suche nach Wohnungen ist aber nicht einfach“, weiß der Rathauschef. Eine Unterbringung in der Obdachlosenunterkunft an der Münchner Straße ist beispielsweise nicht möglich: „Das Haus ist derzeit ziemlich voll.“

Schwierig gestaltet hatte sich auch die Übergabe der Immobilie an den Investor. Bereits im November 2017 bewarb sich die Genossenschaft darum. „Jetzt ist aber alles geregelt“, sagt Rathauschef Heilinglechner. Die Maro-Genossenschaft war für eine Stellungnahme zu dem Projekt nicht zu erreichen.

Lesen Sie auch: Altes Krankenhaus in Wolfratshausen: Stadt mit Maro-Genossenschaft im Dialog

Auf dem Grundstück an der Kreuzung von Floßkanal und Sauerlacher Straße ist ein Mehrgenerationenwohnhaus geplant. Mindestens die Hälfte bis 70 Prozent der Wohnungen – so der Stadtratsbeschluss – müssen zudem einkommensorientiert gefördert sein.

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