Trotz Hochwasser: Vater fährt mit zwei jungen Töchtern mit Schlauchboot auf Isar - es geht böse aus

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Justitia hat ein Urteil gefällt: Eine Schlägerei kommt einen 61-jährigen Wolfratshauser teuer zu stehen.
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Justitia hat ein Urteil gefällt: Eine Schlägerei kommt einen 61-jährigen Wolfratshauser teuer zu stehen. 

„Er hat mich permanent beleidigt“

Kontrahenten betrunken: Schlägerei an der alten Floßlände

  • vonRudi Stallein
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Die beiden Männer kennen sich seit Jahren. Wenn sie getrunken haben, vertragen sie sich aber offenbar nicht mehr so gut. So nahm ein Sommerabend ein schmerzhaftes Ende. 

Wolfratshausen Die zwei Männer sind seit ein paar Jahren miteinander bekannt. Sie trinken gelegentlich zusammen. Eigentlich habe man auch keine Probleme miteinander, sagt der 61-jährige Angeklagte. „Aber wenn Alkohol dazukommt, sieht vieles anders aus.“ Dann kriegt man sich schon mal in die Haare.

Auch am 14. August vorigen Jahres, als der Wolfratshauser mit seinem Bekannten (56) an der alten Floßlände aneinandergeriet, wirkten sich reichlich Promille streitfördernd aus. In betrunkenem Zustand – der Alkomat zeigte später umgerechnet rund 1,8 Promille an – soll der Rentner den 56-Jährigen nach einer verbalen Auseinandersetzung mit einem Schlag in den Nacken zu Boden gestreckt haben. Dann, so steht es in der Anklageschrift, habe er so lange auf den am Boden liegenden eingeprügelt, bis dessen Sohn eingriff. Nun musste sich der Wolfratshauser wegen vorsätzlicher Körperverletzung vor dem Amtsgericht verantworten.

Die verkürzte Darstellung der Staatsanwältin missfiel dem Angeklagten. „So wie es vorgelesen worden ist, hat es sich nicht zugetragen“, sagte der Mann. „Er hat mich permanent beleidigt. Penner und alles, was man als Schimpfwörter so sagen kann.“ Immerhin räumte er aber ein: „Dann gab’s richtig Ärger.“

Die „Gruppe von Gleichgesinnten“ sei auf der Polizeiinspektion „gut bekannt“, erläuterte die Polizistin, die den Fall bearbeitet hatte. Auffällig sei, „dass die Frau ständig dabei ist. Deshalb scheinen die Männer öfter zu streiten“, mutmaßte die Beamtin. Die Beobachtung war korrekt: „Er hat sich ihr gegenüber sehr ungebührlich verhalten. Deshalb habe ich ihn wegen des Vorfalls zur Rede gestellt“, bestätigte das spätere Opfer.

Der 56-Jährige, mit zirka zwei Promille seinem Kontrahenten zumindest in diesem Punkt ebenbürtig, hatte sich bei dem Angriff drei Platzwunden am Kopf sowie Schürfwunden am Unterarm zugezogen. Auch der Beschuldigte erlitt nach eigenen Angaben erhebliche körperliche Schmerzen. Der zufällig an der Bushaltestelle wartende Sohn des Geschädigten hatte das wüste Gerangel der beiden Männer mitbekommen und die Schlägerei durch beherztes Eingreifen beendet. Auch gegen den Junior war zwischenzeitlich ermittelt worden. Das Verfahren wurde eingestellt, die Hilfeleistung für seinen Vater als Notwehrverhalten eingestuft.

„Er hat mich übelst getreten, das Hämatom konnte man noch nach vier Wochen sehen“, so der Beschuldigte. „Ich find’s nicht gerecht. Wir waren beide schuld. Irgendwie habe ich den Glauben an die Gerechtigkeit verloren“, waren dessen letzte Worte. Richter Helmut Berger verurteilte den Wolfrathauser zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 15 Euro, insgesamt 1350 Euro. Das war zumindest ein kleiner Trost. Im Strafbefehl, gegen den der Angeklagte Einspruch eingelegt hatte, war die Summe mit einem Tagessatz von 30 Euro doppelt so hoch angesetzt worden.  rst

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