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Wichtiger Bestäuber: Die Zahl der Wildbienen geht zurück. Das besorgt viele Menschen. 

Projekt nach dem Volksbegehren

“Rettet die Bienen“: Wolfratshauser ergreifen Initiative

Zwei Wolfratshauser wollen den Wildbienen helfen. Nach dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ starten sie ein eigenes Projekt. Jeder kann sich beteiligen.

Wolfratshausen/Geretsried – Fast 23 Prozent der Wolfratshauser Wahlberechtigten haben sich für den Artenschutz stark gemacht. Bloß eine Unterschrift beim Volksbegehren „Rettet die Bienen“ abzugeben, ist einigen aber noch nicht genug. Eine Gruppe von Wolfratshausern möchte eine Blumenwiese pflanzen, um speziell den Wildbienen zu helfen.

Der Wolfratshauser Michael Ballon und Bio-Landwirt Josef Neumann bieten auf zwei verschiedenen Flächen – je eine in Wolfratshausen und Geretsried – Parzellen an. Für 50 Euro können Umweltschützer eine 100 Quadratmeter große Parzelle buchen. „Auf denen wollen wir dann wildbienenfreundliche Blumen aussähen“, erklärt Ballon das Prozedere. Das Aussähen der Pflanzen und die Pflege der Fläche übernimmt das Bienenschützer-Duett. Die Paten selbst können ihre Parzelle aber nicht bewirtschaften. „Das läuft alles über uns“, sagt Ballon. „Auch das Betreten der Parzelle ist während der Vegetationsperiode nicht gestattet.“ So soll die komplette zur Verfügung stehende Fläche genutzt werden, weil keine Wege durch das Grundstück angelegt werden müssen. „Es gibt keine sichtbaren Grenzen zwischen den einzelnen Parzellen“, heißt es auf der Homepage, die Ballon für die Blumenwiesen eingerichtet hat.

Ähnliche Projekte gibt es momentan bereits zuhauf: Deutschlandweit bieten immer mehr Landwirte Flächen im Internet an, die von ihnen nicht bewirtschaftet werden. Für einen geringen Preis können Paten dafür sorgen, dass die Parzellen mit wilden Blumen bepflanzt werden, um den Artenschutz zu fördern.

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Ballon habe von diesen Projekten erfahren und sich ein bisschen schlaugemacht. In der Facebook-Gruppe „Du bist aus Wolfratshausen, wenn...“ hat er nachgefragt, ob sich nicht einige Bienen-Unterstützer aus der Loisachstadt finden würden, die ein ähnliches Projekt vor Ort mittragen würden.

Die lose Anfrage begeisterte nicht nur viele Umweltfreunde. Auch ein Landwirt aus Wolfratshausen meldete sich: Josef Neumann kontaktierte Ballon und bot ihm zwei Grundstücke an, die er dem Projekt zur Verfügung stellen würde. Eine der beiden Brachflächen liegt direkt in Wolfratshausen, die zweite an der Ziegelei in Gelting. Zusammen umfassen beide Grundstücke circa 5000 Quadratmeter. Als Erstes möchten die beiden Bienen-Schützer den kleineren Bereich am Birkenweg in Wolfratshausen bepflanzen. „Wenn das guten Zuspruch findet und sich genügend Menschen finden, die das unterstützen möchten, werden wir das auch in Gelting angehen“, sagt Ballon.

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Die Profiteure der Aktion sollen vor allem Bienen sein – damit die es leichter haben, die Stellen zu finden, plant Ballon einen Bienenstock an den Wildblumen-Wiesen aufzustellen. Eine Wolfratshauserin habe diesen angeboten.

Bis Anfang April möchte Ballon genügend Mitstreiter aufgetrieben haben, die 50 Euro für den Bienenschutz investieren wollen. Dann beginnt die Vegetationsperiode – und die Wildblumen sollen gepflanzt werden.

Kontakt

Interessenten, die eine Parzelle als Pate unterstützen wollen, melden sich per Mail bei Michael Ballon: info@blumenwiesen.net

Dominik Stallein

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