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Die sommerlichen Temperaturen bereiten den Förstern Sorge, denn die Witterung bietet optimale Bedingungen für den Borkenkäfer. Der Schädling macht sich bereit für den ersten Schwärmflug. 

Experten befürchten Schlimmes

Der Borkenkäfer schwärmt im Landkreis: Wie Waldbesitzer nun reagieren sollten 

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Die sommerlichen Temperaturen bereiten den Förstern Sorge, denn die Witterung bietet optimale Bedingungen für den Borkenkäfer. Waldbesitzer müssen spätestens jetzt aktiv werden.

Bad Tölz-Wolfratshausen – So sehr man sich an diesen ersten warmen Tagen über flatternde Schmetterlinge und summende Bienen freut, so sehr fürchten die Förster nun den Borkenkäfer. Der steht in den Startlöchern. Bedingt durch die warme Witterung erwarten die Experten des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen (AELF) vor allem im Norden der Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach den ersten Schwärmflug des Schädlings.

Waldbesitzer sollten spätestens jetzt selbst oder mit Hilfe von Profis alles Schadholz der Vorsaison wegschaffen. „Nur wenn sprichwörtlich der Kopf frei ist von den Altlasten der letzten Käfer- und Sturmsaison, haben wir alle genug Kapazitäten, um dem Borkenkäfer den Schneid abzukaufen“, sagt Christian Webert, Bereichsleiter Forsten im AELF.

Experten rechnen mit sehr hohen Schäden

Gerade dort, wo es 2017 Schäden gegeben habe, sei besondere Aufmerksamkeit geboten. Das braune Bohrmehl, das die Käfer bei ihrem Fraß auswerfen, ist am Anfang seiner Aktivität oft nicht leicht zu finden. „Wer Anzeichen für den ersten Befall erkennt und die befallenen Fichten rechtzeitig aus dem Wald bringt, hat beste Chancen, eine weitere Ausbreitung zu verhindern und gleichzeitig das Holz ohne Qualitätsverlust zu vermarkten“, betont Webert.

Expertenrunde: Die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen, Ebersberg und Rosenheim, die Waldbesitzervereinigungen Wolfratshausen, Holzkirchen und Ebersberg sowie die Forstbetriebe München und Schliersee entwickelten bei einem Runden Tisch Strategien gegen den Borkenkäferbefall.

Kürzlich tauschten sich zu dem Thema Vertreter der Forstämter Holzkirchen, Ebersberg und Rosenheim, der Waldbesitzervereinigungen Wolfratshausen, Holzkirchen und Ebersberg sowie der staatlichen Forstbetriebe München und Schliersee aus. Für das Jahr 2018 rechnen die Experten erneut mit sehr hohen Borkenkäfer-Schäden. Von höchster Bedeutung ist aus ihrer Sicht daher, den Borkenkäferbefall der ersten Generation im Frühjahr zu erkennen, die betroffenen Fichten zu fällen und umgehend aus dem Wald zu fahren. Die konsequente Waldpflege sowie die Pflanzung von mehr Mischbaumarten für die Zukunft seien aufgrund des Klimawandels wichtiger denn je. peb 

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