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Geschenke gab’s für Richard und Brigitte Weber von Bürgermeister Klaus Heilinglechner (re.). 

Jubiläum

In 50 Jahren ist viel passiert

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Seit 50 Jahren sind Brigitte und Richard Weber miteinander verheiratet. Zum Jubiläum kam der Bürgermeister.

Wolfratshausen – „Bitte, meine Damen und Herren, nehmen Sie doch Platz“, begrüßte Richard Weber am Donnerstag die örtliche Presse in seinem Wohnzimmer. Bürgermeister Klaus Heilinglechner kam mit Blumen und Glückwunschkarte dazu, um im Namen der Stadt zur Goldenen Hochzeit zu gratulieren. Zum Wohl auf 50 Ehejahre gab es ein Gläschen Sekt. Dann eröffnete Weber eröffnet das Pressegespräch.

Das Hochzeitsfoto von Brigitte und Richard Weber. 

Der pensionierte Regierungsrat ist es gewöhnt, vor Journalisten zu sprechen. Fragen braucht er nicht, er erzählt von sich aus. Seine Frau Brigitte (beide 72 Jahre alt) lässt ihm den Vortritt. Es ist jedes Mal wieder aufs Neue spannend, die Lebensgeschichten der Hochzeitspaare zu erfahren. „Aber gell, das darf fei nicht in die Zeitung“, mahnt der ehemalige Justizbeamte, der gerne zu Scherzen aufgelegt ist.

In 50 Jahren passiert viel. Die Hochzeit, die Geburt der Kinder, das Berufsleben bis zum Ruhestand. Die Webers haben neben Tochter Stefanie (46) und Sohn Thomas (Jahrgang 1975) insgesamt fünf Enkelkinder sowie einen, wie sie ihn nennen, „Enkelhund“ namens „Happy“. Ein russischer Palasthund „Bolonka“ der quirlig während des Sektempfangs umher wedelt.

Im Sommer 1966 besuchte Richard Weber seine Verwandten in Sulz am Neckar. Gegenüber wohnte eine junge Frau, die dem gebürtigen Radolfszeller gefiel. Sie lernten sich näher kennen, und der junge Mann kam regelmäßig an den Wochenenden mit seinem grünen Käfer – das Faltdach sei erwähnt – zu ihr zu Besuch. Schließlich hielt Richard Weber hochoffiziell um ihre Hand an. Am 19. Dezember 1969 wurde standesamtlich geheiratet, doch der Brautstrauß fehlte. Das Paar erinnert sich noch heute amüsiert an den übereifrigen Standesbeamten, der beinahe die Trauung platzen ließ. Am Ende ging aber alles gut und tags darauf wurde die Vermählung kirchlich besiegelt.

Richard Webers berufliche Laufbahn brachte ihn schließlich als Amtspfleger zum Amtsgericht nach Bad Tölz. „Ich bin heute ein Bayer durch und durch“, gesteht der gebürtige Baden-Württemberger. Im Zuge der Gebietsreform 1972 wurde das Amtsgericht nach Wolfratshausen verlagert, und 1979 zog auch die Familie Weber von Bad Tölz nach Wolfratshausen nach. Brigitte Weber arbeitete als Arzthelferin bis zur Rente. Heute genießt das Ehepaar seinen Ruhestand in der Stadt an der Loisach. Sohn und Tochter wohnen in der Nähe und kümmern sich um die Eltern. 

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