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Gut gelaunt: (v. li.) Vorsitzender Peter Lobenstein, 2. Vorsitzende Eva-Maria Rühling, Schriftführerin Daniela Satzinger und Schatzmeister Volkmar Böll. 

Große Leistung für kleines Geld

Bürger für Bürgern waren fast 9000 Stunden im Einsatz – und haben viel erreicht

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Viel zu tun hatten die ehrenamtlichen Helfer der Nachbarschaftshilfe Bürger für Bürger in den vergangenen Monaten. Aber sie haben auch viel erreicht. 

Wolfratshausen – Viel zu tun hatten die ehrenamtlichen Helfer der Nachbarschaftshilfe Bürger für Bürger in den vergangenen Monaten. Am 1. Januar schloss sich mit dem Asylhelferkreis das mittlerweile zehnte Ressort dem Verein an. Die Mitgliederzahl stieg innerhalb eines Jahres von 1178 auf 1322, die Einsatzstundenzahl von 7665 auf 8937.

Dementsprechend hatten Vorsitzender Peter Lobenstein und die einzelnen Ressortleiter bei der jüngsten Jahresversammlung im Restaurant Musto’s viel Erfreuliches zu berichten. Lobenstein begrüßte zunächst Agnes Zanein, die als Ressortleiterin der Seniorenhilfe Marion Vietze abgelöst hat und bereits „viele Herzen gewann“. Komplett ehrenamtlich sind die Leistungen des Asylhelferkreises, der sich zu Jahresbeginn angeschlossen hat. „Bereits heute sind erste Asylbewerber als Helfer auch in anderen Ressorts aktiv“, lobte der Vorsitzende.

Etwas entspannt hat sich mittlerweile die Raumsituation. So überließ die Stadt dem Verein die Räume des ehemaligen Stadtarchivs im alten Pumpenhäuschen am Loisachufer. „Bis über die weitere Nutzung des Gebäudes entschieden ist, werden wir diese Räume vorübergehend als Büro, für Beratungen, Schulungen und kleine Treffen nutzen“, erklärte Lobenstein. Zudem konnte die Nachbarschaftshilfe den Spielplatz an der Kräuterstraße in Eigenregie neu gestalten.

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Die Mitgliedsbeiträge und die Gebühren für die Inanspruchnahme von Leistungen bleiben auch im 28. Jahr des Vereinsbestehens überschaubar. So liegt der Jahresbeitrag bei gerade mal zwölf Euro. Im Vorkindergarten kostet eine dreistündige Betreuung zehn Euro. Im Bereich der Dienstleistungshilfe und der Seniorenbörse wird eine Gebühr von zehn Euro pro Stunde fällig. Inhaber der Sozial-Card bekommen 60 Prozent Nachlass.

„Dank der moderaten Gebührenerhöhungen können wir unseren Helfern nun pro geleistete Stunde einen Betrag von neun Euro im Rahmen der Übungsleiterpauschale zahlen“, ergänzte Lobenstein. Neben dem bereits erwähnten Asylhelferkreis werden derzeit ein Babysitterdienst, ein Vorkindergarten, ein Kinderpark, ein Kindersachen-Basar, ein Mutter-Kind-Treff, eine Dienstleistungs- und Freizeitbörse sowie eine Seniorenhilfe und ein Seniorentreff angeboten.

Die Vorstandswahlen waren angesichts der positiven Zahlen und den engagierten Helfern dann nur noch Formsache. Per Akklamation bestätigten die Mitglieder Peter Lobenstein als Vorsitzenden, Daniela Satzinger als Schriftführerin und Volkmar Böll als Schatzmeister. Neue Zweite Vorsitzende ist Eva-Maria Rühling, die das Amt von Martina Schillinger-Mann übernahm. ph 

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