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Bürgermeister lädt Klimaaktivisten ins Rathaus ein - jetzt ist das Ergebnis bekannt

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„Wor for Future“ Bürgermeister Wolfratshausen
Aktivisten des Klimabündnisses „Wor for Future“, darunter Jan Reiners (3.v.li.), trafen sich mit Wolfratshausens Bürgermeister Klaus Heilinglechner (4. v. li.) sowie Rathaus-Geschäftsführerin Kirsten Vogler (2. v. re.) und der städtischen Umwelt- und Klimamanagerin, Vivian Horngacher (re.). © Stadt Wolfratshausen

Aktivisten des Bündnisses „Wor for Future“ diskutierten mit dem Wolfratshauser Bürgermeister - am Ende stand ein konkretes Ergebnis.

Wolfratshausen – Das Bündnis „Wor for Future“ pocht seit Monaten darauf, dass der Klimaschutz in der Flößerstadt angekurbelt wird. Nun kündigt „Wor-for-Future“-Vertreter Jan Reiners in einer gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Heilinglechner verfassen Pressemitteilung an: Das Bündnis und die Stadt planen fürs nächste Jahr eine „gemeinsame Veranstaltung zum Klimaschutz“.

Bürgermeister lädt Klimaaktivisten ins Rathaus ein: Das ist das Ergebnis der Gespräche

Vor jeder öffentlichen Stadtratssitzung demonstrieren Aktivisten des Bündnisses, in der jüngsten Bürgerversammlung in der Loisachhalle stellten Reiners und sein Mitstreiter David von Westphalen zwei Anträge: Der Stadtrat möge bei der künftigen Bauleitplanung den Bauherrn die Installation von Photovoltaik-Anlagen vorschreiben. Punkt zwei: Der Stadtrat solle einen „Klimaschutzaktionsplan“ erarbeiten. Wolfratshausen sei laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes ein „Hochrisikogebiet Hochwasser“, stellte Reiners fest. Er mahnte „konkrete Maßnahmen“ an, die „jährlich überprüft werden müssen“. Beide Anträge fanden in der Bürgerversammlung keine Mehrheit.

Bündnis erläutert Vision von „klimaneutralem Wolfratshausen“

Rathauschef Heilinglechner sagte „Wor for Future“ jedoch ein Treffen hinter verschlossenen Türen zu, das kürzlich stattgefunden hat. Daran nahmen Kirsten Vogler, Geschäftsleiterin im Rathaus, sowie die städtische Umwelt- und Klimaschutzmanagerin, Vivian Horngacher, teil. Fürs Klimabündnis kamen Maren und Jan Reiners, Stefan Öhm, Petra Buziol, sowie Naomi und David von Westphalen.

Sie stellten nach eigenen Angaben dem Bürgermeister ihre Vision von einem „klimaneutralen Wolfratshausen“ vor. In einer knapp 40-seitigen Broschüre fasste „Wor for Future“ die positiven Auswirkungen von klima- und umweltpolitischen Maßnahmen für die Stadt in den Bereichen Stadtklima und Verkehr, Energie, Mobilität und Bau zusammen. Jan Reiners: „Dabei werden bewährte Lösungen aus zahlreichen kleinen und großen Gemeinden in Bayern und außerhalb aufgezählt, mit denen Klimaschutz und mehr gelingen kann.“

Wolfratshauser Stadtrat rief 2019 den Klimanotstand aus

Der Wolfratshauser Stadtrat hat wie berichtet 2019 den Klimanotstand ausgerufen. Beantragt hatten das CSU, SPD und Grüne. Der Beschluss solle nicht nur „Signalwirkung“ haben, betonte Günther Eibl (CSU) seinerzeit, sondern solle dafür sorgen, dass Klimaschutzmaßnahmen in der Flößerstadt schneller umgesetzt werden. „Alle künftigen Stadtratsbeschlüsse und alles Verwaltungshandeln sollen sich an dieser Aufgabe orientieren“, so Eibl im Herbst vor drei Jahren.

Veränderung macht verständlicherweise vielen Angst.

Jan Reiners („WOR for Future“)

„Veränderung macht verständlicherweise vielen Angst“, berichtet Reiners nach dem Treffen mit Rathauschef Heilinglechner. „Das spaltet unsere Gesellschaft. Aber wenn wir jetzt nicht handeln, werden wir vieles verlieren, was uns lieb und teuer ist.“ Vor diesem Hintergrund wolle das Bündnis den Kommunalpolitikern „so konkret und anschaulich wie möglich zeigen, dass wir als Gesellschaft die Veränderungen aktiv selbst in die Hand nehmen sollten, anstatt sich von Energiekrise, Klimakrise, Inflation, Krieg und so weiter hilflos verändern zu lassen.“ Reiners: „Dann nämlich ist es eine Veränderung zum Guten.“

Ende April Veranstaltung zum Klimaschutz in der Loisachstadt

Ende April soll eine gemeinsame Veranstaltung zum Klimaschutz stattfinden. Ziel sei, „alle interessierten Bürgerinnen und Bürger einzubeziehen auf dem Weg hin zur Unabhängigkeit von Öl, Gas und Kohle sowie einer besseren kommunalen Wertschöpfung und Klimaschutz.“ Reiners und Heilinglechner stellen fest: „Durch positive Veränderung in unserer Stadt können wir als Bürgerinnen und Bürger unsere Heimat bewahren. Und sie gemeinsam sogar besser machen als zuvor.“ (cce)

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