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Ein Einkaufszentrum und Wohnungen sollen aufs Kraft-Areal kommen.  

Einkaufszentrum und Wohnungen 

Bürgermeister will Pläne fürs Kraft-Areal schnell umsetzen

Verschiedene Ansichten prallten erneut aufeinander, als es beim Stammtisch der Bürgervereinigung Wolfratshausen (BVW) um das Thema Kraft-Areal ging. Auf dem östlich des Bahnhofs gelegenen Kraft-Areal sollen ein Einkaufszentrum und neue Wohnungen entstehen.

WolfratshausenDr. Ulrike Krischke und Josef Praller hatten bereits in der jüngsten Bauausschusssitzung den Plänen des Investors ihre Zustimmung verweigert. Im Wirtshaus Flößerei äußerte nun auch BVW-Vorsitzender Thomas Eichberger Bedenken hinsichtlich einer Zunahme des Verkehrs und „negativer Auswirkungen“ für die Geschäfte in der Altstadt. der Wirtschaftsreferent des Stadtrates, Helmut Forster, und Bürgermeister Klaus Heilinglechner warben dagegen für eine rasche Entwicklung der knapp 11 000 Quadratmeter großen Fläche.

„Ich bin der Meinung, dass dieses Bauvorhaben für unsere Nahversorgung sehr wichtig ist und auch mehr Leute nach Wolfratshausen bringt“, erklärte Forster. Heilinglechner sieht das genauso. „Ich stehe zu 100 Prozent hinter diesem Vorhaben“, unterstrich er. Er setzt vor allem auf den Investor, der unter anderem ein erfolgreiches Einkaufszentrum in Holzkirchen auf den Weg gebracht hat. „Er wird das Kraft-Areal als Eigentum behalten und hat deshalb ein Interesse, dass das gut läuft“, ergänzte der Rathauschef.

Dass neben einer Bäckerei, einem Zeitschriftenkiosk, einem Sportgeschäft sowie einem Textil- und Elektrofachmarkt auch ein Lebensmittelvollsortimenter und ein Discounter dort vorgesehen sind, freut ihn besonders. Denn Heilinglechner wünscht sich, dass die Discounter wieder in die „Quartiere“ kommen und nicht nur am Ortsrand stehen. Gerade die Bewohner des eng bebauten Wohnviertels rund herum um die Winibaldstraße würden es seiner Ansicht nach sicher begrüßen, wenn sich Einkäufe zu Fuß oder per Rad im benachbarten Kraft-Areal erledigen lassen würden.

Fritz Koch schlug vor, in das geplante Parkhaus auf dem Hatzplatz ein Lebensmittelgeschäft zu integrieren. Eine Idee, die laut Heilinglechner nicht mehr realisierbar ist. Koch und der ehemalige Kreisvorsitzende der Europa-Union, Jürgen Göbel, bedauerten zudem, dass auf dem Kraft-Areal nur der Bau von zwölf bis 16 Wohnungen vorgesehen sei. Dies reiche bei Weitem nicht aus, um den hohen Bedarf zu decken.

Heilinglechner und sein Amtsvorgänger Forster verwiesen auf andere geeignetere Flächen und zeigten sich entschlossen, den jüngst im Bauausschuss gefassten Beschluss umzusetzen. „Und dann wird das Kraft-Areal in zwei Jahren bebaut“, äußerte der Rathauschef seine Hoffnung am Stammtisch. 

Peter Herrmann

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