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Unterm Hammer: Das 2500 Quadratmeter große Bürogebäude am Hans-Urmiller-Ring 11 wird zwangsversteigert.

Immobilie unterm Hammer

Dieses prominente Bürogebäude wird zwangsversteigert

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Wolfratshausen - Die Mieter nennen ihr Bürogebäude liebevoll "Glaspalast", jetzt wird es zwangsversteigert. Das Gebäude liegt an einem prominenten Standort - und ist knapp drei Millionen Euro wert.

Die prominente Gewerbeimmobilie am Hans-Urmiller-Ring 11 wird zwangsversteigert. Der Bürokomplex mit großer Glasfassade neben dem Rewe-Getränkemarkt kommt am 14. Januar um 9.30 Uhr im Sitzungssaal 1 des Wolfratshauser Amtsgerichts unter den Hammer.

Im Gebäude gibt es auf einer Gesamtfläche von gut 2500 Quadratmetern neun Büros, sieben davon sind derzeit belegt. Unter anderem hat sich das Medical Rescue College, eine Berufsfachschule für Notfallsanitäter, einquartiert. Zu den Mietern gehören zudem unter anderem das Air-Center-Süd, der Sportartikelvertrieb MTS, die Anwalts- und Steuerkanzlei Lecon sowie die Segel-Charterfirma Sun Charter. Bis vor gut einem Jahr befand sich im Erdgeschoss außerdem ein Fitnessstudio, die Räume stehen seitdem aber leer.

Der Verkehrswert liegt bei gut 2,8 Millionen Euro

Gebaut worden ist das Gebäude vor 21 Jahren in Stahlbetonskelettbauweise, integriert ist eine Tiefgarage mit 44 Stellplätzen. Die Mieter nennen das Haus wegen der großen Fensterfront liebevoll „Wolfratshauser Glaspalast“. Der Verkehrswert der Immobilie liegt bei gut 2,8 Millionen Euro, heißt es in der Bekanntmachung zur Zwangsversteigerung. Die Jahresnettomiete beläuft sich demnach aktuell auf etwa 203 000 Euro, bei Vollauslastung läge sie bei rund 252 000 Euro pro Jahr.

Der bisherige Eigentümer, ein Mann aus München, hat offenbar enorme finanzielle Probleme. Seit November 2013 wird seine Immobilie von der Hypothekenbank Frankfurt zwangsverwaltet, bestätigt die beauftragte Rechtsanwältin auf Nachfrage unserer Zeitung. Nun kommt es zur Zwangsversteigerung und damit einem Eigentümerwechsel.

Was wird aus den jetzigen Mietern?

Für die Mieter könnte das unangenehme Folgen haben. Laut dem Gesetz über die Zwangsversteigerung hat der neue Eigentümer ein Sonderkündigungsrecht gegenüber den bisherigen Mietern – und zwar auch, wenn diese langfristige Verträge unterschrieben haben. Mit dieser Regelung sollen möglichst hohe Gebote für das zu versteigernde Objekt erzielt werden.

Beunruhigt sind die jetzigen Mieter deswegen aber offenbar nicht. Die Stimmung momentan ist offenbar noch recht zuversichtlich. „Wir haben Verträge“, sagt die Mitarbeiterin einer Firma gestern Nachmittag. „Im Prinzip ist es uns egal, an wen wir unsere Miete überweisen müssen.“ Zudem würde man sich sehr über neue Mietkollegen freuen, sagte sie. „Damit etwas los ist bei uns im Haus.“

dor

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