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Vorbild „Eismärchen“: Die Stadt Penzberg zählte im vergangenen Jahr an 31 Tagen knapp 12 400 zahlende Schlittschuhläufer auf der künstlichen Eisfläche auf dem Stadtplatz. Das „Eismärchen“ findet dort heuer ab Anfang Dezember zum vierten Mal in Folge statt. 

Künstliche Eisfläche an der alten Floßlände 

Charme-Offensive für den Eiszauber

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Ab Anfang Dezember können an der alten Floßlände Pirouetten gedreht werden. Vorausgesetzt, das Landratsamt stimmt der geplanten temporären Kunsteisbahn zu. „Wir werden bei der Kreisbehörde unseren Charme spielen lassen“, sagt Bauamtsmitarbeiterin Susanne Leonhard mit einem Augenzwinkern. Das allein wird aber nicht reichen.

Wolfratshausen – Eine zirka 450 Quadratmeter große künstliche Eisfläche an der alten Floßlände: Die Idee der Bürgervereinigung Wolfratshausen (BVW) stieß im Sommer im Stadtrat wie berichtet auf große Zustimmung. Allein die drei Grünen-Vertreter sagten mit Blick auf den Energieverbrauch Nein. Vor der Umsetzung des Beschlusses sind allerdings noch einige Hürden zu nehmen. Denn: „Die Anlage steht nur wenige Meter entfernt von der Loisach“, sagt Bauamtsmitarbeiterin Susanne Leonhard. Die Genehmigung muss das Landratsamt in Bad Tölz erteilen. Ein gewichtiges Wörtchen spricht auch das Wasserwirtschaftsamt Weilheim mit – nicht zuletzt, weil das verwendete Kühlmittel als potenziell wassergefährdender Stoff gilt. „Zudem muss die Frage beantwortet werden, ob die Eislaufbahn eine bauliche Anlage ist, für die ein Bauantrag gestellt werden müsste“, erläutert Leonhard. Die Bayerische Bauordnung sei „gespickt mit kleinen Spitzfindigkeiten“, sagt sie.

Eisfläche soll von 8. Dezember bis 14. Januar stehen bleiben

Spätestens Ende nächster Woche will die Flößerstadt der Kreisbehörde die Genehmigungsunterlagen zusenden. „Wir werden beim Landratsamt unseren ganzen Charme spielen lassen“, sagt Leonhard mit einem Lächeln – ausschlaggebend seien natürlich die Fakten. Die Bauamtsmitarbeiterin ist guter Dinge, dass die Behörde dem Projekt ihren Segen erteilt. Auch Gisela Gleißl, Tourismusmanagerin der Loisachstadt, ist zuversichtlich: „Geplant ist, die Eisfläche am 8. Dezember zu öffnen.“ Sie wird von einem Tiroler Unternehmen errichtet und soll bis zum 14. Januar stehen bleiben. Die Eintrittspreise werden laut Gleißl „moderat“ ausfallen. „Familien mit Kindern werden sich das leisten können.“ Vor Ort gibt’s einen Schlittschuhverleih, „auch ein Eisstockschützen-Set wird angeboten“. In Schulen und Kindergärten will die Kommune dafür werben, die Eisfläche morgens und vormittags zu nutzen, „ab mittags ist sozusagen Publikumslauf“. Feierabend ist mit Rücksicht auf die Anwohner „abends nicht ganz so spät“.

Die Stadt Penzberg ist das Vorblid

Orientiert hat sich Wolfratshausen am Vorbild in Penzberg (Landkreis Weilheim-Schongau). Dort findet heuer auf dem Stadtplatz zum vierten Mal in Folge das „Eismärchen“ statt. Im vergangenen Jahr nutzten das 31-tägige Angebot knapp 12 400 (zahlende) Schlittschuhläufer. Am stärksten Besuchertag sausten 627 Kurvenflitzer übers künstliche Eis. Wie in Penzberg wird die Anlage in der Flößerstadt von Buden eingerahmt, an denen kühle Getränke, Glühwein und ein Imbiss verkauft werden.

Von dem Arbeitstitel „Eiszauber“ hat sich die Loisachstadt laut Gleißl inzwischen verabschiedet. Den neuen Namen will sie aber noch nicht verraten.

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