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Bester Laune beim Benefizlauf: Über 60 Leichathleten des TSV Wolfratshausen sammelten Spenden. Unser Bild zeigt eine Gruppe um den Vorsitzenden Alfred Barth am Samstagmorgen.

Ein schönes Gemeinschaftsgefühl

Corona-Krise: Läufer, Radfahrer und Inline-Skater sammeln Geld für Vereine

Über 250 Läufer, Radfahrer und Inline-Skater sammelten beim Charity-Event „Füreinander Bewegen“ in Wolfratshausen Geld für vier durch die Corona-Krise gebeutelte Vereine. 

Wolfratshausen– „Dass wir über 250 Sportler für die Aktion begeistern konnten, ist mehr als erfreulich“, findet Initiator Tilo Scheck. Angesichts der Tatsache, dass die Aktion nur wenige Wochen Vorlauf hatte und aufgrund der Corona-Pandemie beispielsweise keine Schulklassen teilnehmen konnten, „ist das eine richtig ordentliche Teilnehmerzahl“.

Größte Gruppe stellt der TSV Wolfratshausen

Die größte Gruppe, die von Freitag bis Sonntag Kilometer und damit Spenden sammelte, waren die Leichtathleten des TSV Wolfratshausen: 65 Sportler waren im weißen Spendenlauf-Shirt unterwegs. „Ich bin sehr stolz darauf, dass so viele unserer Mitglieder bereit waren, mit ihren sportlichen Leistungen zu helfen“, sagt TSV-Präsident Alfred Barth. Er selbst lief am Samstag mit einigen Mitstreitern in der Pupplinger Au. „Unter den Läufern war eine richtig gute, fast schon euphorische Stimmung“, berichtet der Langstrecken-Experte. Auf der unter Sportlern und Erholungssuchenden beliebten Strecke an der Isar, „hat man sehr viele andere Läufer in den T-Shirts der Aktion gesehen“, berichtet er. Obwohl jeder für sich selbst lief, sei auf diese Weise „ein richtiges Gemeinschaftsgefühl“ entstanden.

Stärkung am Badehaus in Waldram: (v. li.) Bürgermeister Klaus Heilinglechner, Mitorganisatorin Dr. Ulrike Krischke, Horst Niegel (Arbeit für Jugend), Dr. Sybille Krafft (Badehaus-Verein) und Stephan Krischke.

Für Tilo Scheck ist diese Beobachtung eine Bestätigung: „Ich glaube, das Konzept ist aufgegangen. Und wir haben durch die Teilnehmer-Shirts eine große Gemeinschaft geschaffen.“ Für vier Euro kauften die Sportler mit ihrer Anmeldung ein Oberteil. Die Einnahmen flossen komplett an die vier Vereine: die Nachbarschaftshilfe Bürger für Bürger, die Vereine Bürger fürs Badehaus und Arbeit für Jugend sowie die Klecks-Schule der Phantasie. Scheck: „Ich habe eine richtig schöne Stimmung erlebt und wahnsinnig viel Begeisterung bei den Teilnehmern.“

Auch sportliche Leistungen waren nicht ohne

Das stand auch für TSV-Chef Barth im Vordergrund: „Es ging nicht darum, so schnell wie möglich zu laufen, sondern etwas Gutes zu tun und das gemeinsame Erlebnis zu genießen.“ Neben den erlaufenen Kilometern sammelte der TSV mit vier Sparschweinen – jeweils eines für die begünstigten Vereine – Spenden. „Schon am Freitag waren alle vier randvoll“, freut sich Barth. Auch die sportlichen Leistungen waren nicht ohne: „Einige von uns haben über das ganze Wochenende verteilt richtig Kilometer geschrubbt.“

Ein Teil der Läufer machte beim Badehaus in Waldram Halt. Hier hatten die Vereine Bürger fürs Badehaus und Arbeit für Jugend eine Versorgungsstation eingerichtet. „Wir hatten ab Freitagnachmittag richtig Betrieb am Stand“, berichtet Badehaus-Vize-Chef Jonathan Coenen. Vor allem am Samstag herrschte reges Treiben vor dem Erinnerungsort. „Da sind bestimmt 50 Sportler bei uns vorbeigekommen.“ Neben einer kleinen Stärkung und reichlich Flüssigkeit gab es auch Zeit für Gespräche. „Es war schön, dass man völlig neue Gesichter getroffen hat, und im lockeren Gespräch zusammengekommen ist.“

Positives Fazit

Das Fazit des Badehaus-Vize-Chefs fällt durchweg positiv aus. „Ich finde, dass es eine sehr erfolgreiche Aktion war“, sagt Coenen. „Überall in Wolfratshausen hat man die Teilnehmer gesehen und jeder, mit dem ich gesprochen habe, hatte richtig Spaß am Benefizlauf.“ Wie viel Geld sein Verein aus der Benefizaktion bekommt, ist noch unklar. Bis Anfang August haben die Läufer, Radler und Rollerblader Zeit, die gesammelten Spenden an den Verein zu überweisen, den sie unterstützen möchten.

Dominik Stallein

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