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Corona: Was die Kliniken im Landkreis tun

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Von: Carl-Christian Eick

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Desinfektionsmittel, Schutzkleidung, Atemmasken und Handschuhe: Noch verfügen die Krankenhäuser im Landkreis über ausreichend Vorräte. © dpa

Sprecher der Krankenhäuser im Landkreis raten, die Ruhe zu bewahren.

Bad Tölz-Wolfratshausen – In vielen Apotheken und Drogeriemärkten sind Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken aufgrund von Hamsterkäufen unter dem Eindruck des Coronavirus’ derzeit nicht mehr erhältlich. Die Vorratslager in den Kliniken im Landkreis sind jedoch noch gut gefüllt. „Bleiben Sie ganz ruhig“, sagt Torsten Deggendorfer, Kaufmännischer Leiter der Median Buchberg-Klinik in Bad Tölz. Desinfektionsmittel, Schutzmasken und -kleidung seien reichlich vorhanden. Allerdings „ist der Markt im Moment leer gefegt“, berichtet Deggendorfer mit Blick auf Nachbestellungen.

In den rund 120 Rehabilitationskliniken und -einrichtungen, die die Median-Gruppe deutschlandweit betreibt, gibt es bis dato keinen erkrankten Mitarbeiter oder Patienten. „Unsere Häuser treffen alle notwendigen Schutzvorkehrungen und sind im Ernstfall für den Einsatz gegen das Coronavirus bestens gerüstet“, betont Dr. André M. Schmidt, Vorstandsvorsitzender von Meridian. „Hygiene wird immer großgeschrieben“, unterstreicht Deggendorfer. Und: Vor der Neuaufnahme erhalten Reha-Patienten einen detaillierten Fragebogen, der unter anderem den Aufenthalt in Risikogebieten abfragt. Um Patienten und Mitarbeiter nicht zu gefährden, wird in Zweifelsfällen eine Aufnahme abgelehnt.

„Wir haben ausreichend Desinfektionsmittel sowie Mundschutz für den ausschließlichen Gebrauch im Krankenhaus vorrätig“, stellt Christopher Horn, Pressereferent der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz, fest. „Dabei profitieren wir unter anderem vom Netzwerk der Asklepios-Gruppe und konnten bislang, wenn auch nur unter großen Anstrengungen, weiterhin entsprechende Mittel bestellen.“ Man beobachte die Entwicklung „weiterhin sehr genau“, so Horn.

Im Umgang mit und der Behandlung möglicher Coronavirus-Verdachtsfällen setze das Asklepiosteam „auf die entsprechende Schutzausrüstung, FFP2-Maske, Schutzkittel, Schutzbrille und Handschuhe sowie bei entsprechenden pflegerischen, diagnostischen oder therapeutischen Tätigkeiten am Patienten zusätzlich auf eine flüssigkeitsdichte Schürze“. Auch diese Schürzen seien „im ausreichenden Maße vorrätig“.

Die Ausgabe der Ausrüstung erfolge nach klaren Regeln und personengebunden. Horn: „So stellen wir sicher, dass die Ausrüstung auch bei denen ankommt, die diese im Umgang mit möglichen Coronavirus-Verdachtsfällen benötigen. Die Asklepios-Mitarbeiter, insbesondere das medizinische Personal mit direktem Kontakt zum Patienten, würden regelmäßig und umfassend geschult. Wesentlich seien in diesem Kontext die aktuellen Vorgaben des Robert-Koch-Instituts sowie die Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert-Koch-Institut zur „Infektionsprävention im Rahmen der Pflege und Behandlung von Patienten mit übertragbaren Krankheiten“. Darüber hinaus könnten sich Mitarbeiter jederzeit mit Fragen ans Hygiene-Team der Asklepios Stadtklinik wenden.

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Ob Desinfektionsmittel oder Schutzkleidung: „Wir sind im Moment gut bestückt“, berichtet Ingo Kühn, Geschäftsführer der Kreisklinik in Wolfratshausen, auf Nachfrage unserer Zeitung. Ja, es gebe Lieferengpässe, räumt er ein, doch man habe rechtzeitig bestellt – „wenngleich wir nicht in dem von uns gewünschten Umfang beliefert werden konnten“. Nachdem es in Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen zu Diebstählen gekommen ist, habe man Schutzmaßnahmen ergriffen: Desinfektionsmittel und Atemmasken würden auf den einzelnen Stationen „gut verschlossen“ gelagert.

Vorausschauend seien drei Isolierzimmer eingerichtet worden, die im Falle des Falles „sofort“ genutzt werden können, betont der Geschäftsführer der Kreisklinik.

cce

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