Autos auf dem Park & Ride-Platz und eine S-Bahn im Hintergrund
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Die Park&Ride-Plätze könnten bald kostenpflichtig werden - für die Stadt Wolfratshausen eine Herausforderung.

Bauausschuss tagt am Mittwoch

Park & Ride bald kostenpflichtig? Die Stadt sucht Lösungen - Netto-Markt scheint gerettet

  • vonDominik Stallein
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Wolfratshausen – Eine lange Tagesordnung hat der Grundstücks-, Bau- und Umweltausschusses des Stadtrats an diesem Mittwoch, 14. April. Unter den 20 Punkten, die öffentlich behandelt werden, finden sich einige Themen mit Diskussionsstoff.

Dem Gremium wird unter anderem eine neue Planung für das Grundstück an der Äußeren Münchener Straße vorgelegt, auf dem sich derzeit der Netto-Markt befindet. Wie berichtet will der Grundstückseigentümer das Gebäude abreißen und stattdessen Wohnungen bauen. Die Stadt möchte den Nahversorger jedoch erhalten. Weil es für eine Ablehnung des Bauantrags keine Gründe gibt, griff das Gremium zu einem anderen Instrument: Es wurde beschlossen, für das Areal einen Bebauungsplan aufzustellen und zugleich eine Veränderungssperre zu erlassen. Aufgrund der neuen Planung des Bauwerbers könnte das Gremium diese Regelung wieder zurücknehmen, wie Rathauschef Klaus Heilinglechner auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt. „Es haben Gespräche mit dem Grundstückseigentümer stattgefunden, aus denen dieser neue Antrag entstanden ist.“ In der überarbeiteten Planung des Investors ist nach dem Abriss des bestehenden Netto-Markts neben einigen Wohnungen auch wieder ein Supermarkt enthalten.

Park & Ride bald kostenpflichtig? Die Stadt sucht Lösungen

Ein weiterer Punkt auf der Agenda heißt „Parkplätze in Wolfratshausen“. Was nach einer harmlosen Bestandsaufnahme klingt, könnte durchaus für Debatten sorgen. Denn: Die Park & Ride-Stellplätze rund um den S-Bahnhof könnten, da sie nun von einer eigenen Gesellschaft unterhalten werden, demnächst kostenpflichtig werden. „Das könnte dazu führen, dass einige Pendler mit ihren Autos auf städtische Parkplätze um den Bahnhof ausweichen“, erklärt Heilinglechner. „Damit müssen wir rechnen.“ Die vielen Pkw, die täglich auf den drei Park & Ride-Plätzen neben dem sogenannten Kraft-Areal, an den Fahrradständern und hinter den Taxi-Ständen stehen, würden aber schwerlich alle auf den bestehenden, kommunalen Parkplätzen unterkommen. „Wir müssen uns überlegen, wie wir damit umgehen wollen“, sagt der Bürgermeister. Denkbar seien beispielsweise zeitliche Begrenzungen auf den städtischen Flächen.

Der geplante Abriss des Netto-Marktes sorgte für Diskussionsstoff. Nun gibt es neue Pläne.

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Landschaftspflegeverband auf dem Prüfstand

Der Bauausschuss diskutiert in der Sitzung am Mittwoch außerdem über den Beitritt zum Landschaftspflegeverband und eine Tribünenüberdachung im Isar-Loisach-Stadion sowie einige private Bauvorhaben. Die Sitzung im Rathaus beginnt um 18 Uhr und ist öffentlich. Wegen der Corona-Pandemie können nur maximal zehn Besucher gleichzeitig auf der Tribüne Platz nehmen. Es besteht die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. dst

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