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Spiel mit mir! Im Sitzungssaal des Rathauses begrüßte Bürgermeister Klaus Heilinglechner (li.) am Sonntagnachmittag Wolfratshausens Neubürger mit ihren Eltern.

Stadt empfängt Neubürger im Rathaus

Wolfratshausen: Deswegen liegt im Sitzungssaal ein Spielteppich

Wo sich sonst die Stadträte zum Wohl Wolfratshausens in Zeug legen, hatten jetzt die jüngsten Bürger das Sagen. „Neubürgerempfang“ hieß es in der Flößerstadt.

Wolfratshausen – Dort, wo sich sonst die Stadträte über Bebauungspläne und millionenschwere Großprojekte die Köpfe zerbrechen, ertönte am Sonntagnachmittag lautes Kinderlachen. Wie berichtet veranstaltete die Stadt den mittlerweile vierten Neubürgerempfang, der bis dato in der Grund- und Mittelschule Waldram stattgefunden hatte, erstmals im Rathaus.

Der Einladung folgten aufgrund des Dauerregens zunächst nur wenige Familien. Erst später füllte sich der mit einer Spielwiese und Stehtischen umdekorierte Sitzungssaal zusehends. Bürgermeister Klaus Heilinglechner zeigte sich von dem ungewohnten Ambiente begeistert: „Ich finde den Neubürgerempfang im Sitzungssaal eine tolle Sache: Dieser Raum sollte öfters für andere Anlässe geöffnet werden.“

Familienreferentin Gerlinde Berchtold, die die Informations- und Kennenlernveranstaltung seit 2016 organisiert, nannte zunächst interessante Zahlen. So wurden zwischen dem 31. Juli 2018 und dem 31. Juli 2019 insgesamt 63 Mädchen und 56 Buben in Wolfratshausen geboren, die mit ihren Eltern in der Flößerstadt leben. Zudem verzeichnete die Verwaltung im selben Zeitraum 766 Zuzüge aus verschiedenen Nationen. Für diese erwachsenen Neubürger wurde im Anschluss ein weiterer Empfang veranstaltet.

Um den Neubürgern die Orientierung und das Einleben zu erleichtern, ließ die Familienreferentin die Vertreter verschiedener Institutionen zu Wort kommen. So gaben Mitarbeiter von Stadtbücherei, Volkshochschule, Musikschule, Kinder- und Jugendförderverein, Stadtwerken, Polizei, Feuerwehr, Städtischer Wohnungsbaugesellschaft sowie Kindergärten Auskünfte. Sonja Weißberger warb für die Familienpaten, Katrin Stamm vom Landratsamt für das KoKi-Netzwerk „Frühe Kindheit“. Im Bürgerbüro konnten sich die Neuankömmlinge an diesem Tag zudem über das Angebot der Nachbarschaftshilfe „Bürger für Bürger“ informieren.

„Sind in Wolfratshausen sehr gut aufgestellt“

„Wir sind in Wolfratshausen sehr gut aufgestellt“, bilanzierte Stadträtin Berchtold zufrieden. Anders als in der bayerischen Landeshauptstadt München gebe es in der Flößerstadt keine Kinderbetreuungsengpässe oder gar Kriminalitätsbrennpunkte. Damit dies so bleibt, rief Berchtold zu ehrenamtlichem und politischem Engagement auf: „Bringen Sie sich ein für ihre Kinder in Wolfratshausen.“

Nachdem sie den Kleinkindern zusammen mit Heilinglechner kleine Plüschwölfe überreicht hatte, nutzten einige Familien die Zeit zum Erfahrungsaustausch. Dabei wurde deutlich, dass sich nahezu alle sehr wohl in ihrer neuen Heimat fühlen. „Wir haben im Februar eine schöne Wohnung am Bergwald bezogen und sind glücklich hier“, sagte Milan Corsepius. Der aus Glonn (Landkreis Ebersberg) stammende Vater eines einjährigen Sohnes hatte mit seiner Frau im ganzen Münchner Umland nach einer passenden Bleibe gesucht. In Wolfratshausen wurde die Familie fündig. ph

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