Baudenkmal „Schustermann“ in Beuerberg
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Alte Zeiten: Das Baudenkmal „Schustermann“ ist eng mit der Geschichte des Klosters Beuerberg verbunden. An diesem Sonntag kann es besichtigt werden.

Viele historische Einblicke

Das gibt es beim „Tag des offenen Denkmals“ im Landkreis zu sehen

  • Volker Ufertinger
    VonVolker Ufertinger
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An diesem Sonntag findet wieder der „Tag des offenen Denkmals statt“. Für Geschichtsinteressierte ist erneut viel geboten. Ein Überblick.

Beuerberg:

In diesem Jahr wird 900 Kloster Beuerberg gefeiert. Der Tag des offenen Denkmals wird dafür genutzt, mehrere öffentliche Führungen anzubieten, und zwar durch die Ausstellung „Kommune 1121 – Visionen eines anderen Lebens“ (11.30 Uhr, 12 und 15 Uhr), durch das Kloster (11 und 14 Uhr), die Stiftskirche (17 Uhr) und den Garten (11 Uhr). Die Kosten liegen bei drei Euro pro Person zuzüglich Eintrittskosten, die Teilnehmerzahl ist gemäß der aktuellen Hygienebestimmungen begrenzt. Reizvoll dürfte außerdem um 14 Uhr ein geführter Spaziergang mit Pia Fuhrmann sein: Auf dem Weg vom Eurasburger Schlossberg nach Happerg treffen Besucher auf verschiedene Formen des Zusammenlebens im 20. und 21. Jahrhunderts. Der Spaziergang findet nur bei gutem Wetter statt, festes Schuhwerk und ein Getränk sind ratsam, die Dauer beträgt knappe drei Stunden. Anmeldungen sind möglich an der Klosterpforte oder unter kommunen.spaziergang@web.de

Beuerberg wartet darüber hinaus am Sonntag mit einem zweiten Denkmal auf: Die Geschichte des 1659 errichteten Baudenkmals „Schustermann“ an der Herrnhauser Straße 14 ist eng mit der 900-jährigen Historie des Klosters verknüpft. Neben seiner Funktion als Flößer- und Söldnerhaus stand das Haus auch im Lehensdienst des Schwesterordens. Ilse Wagner und Mark Lafogler führen ab 10 Uhr durch den Holzbau, der aktuell saniert wird. Über die Homepage www.tag-des-offenen-denkmals.de kann man virtuell eine sanierungsbegleitende Dokumentation abrufen.

Thanning

Thanning, heute ein Ortsteil der Gemeinde Egling, blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. 769 erstmals erwähnt, war das Dorf ehemaliger Grafensitz, Urpfarrei und Gerichtsort. Auf einem kurzweiligen Rundgang zu acht Denkmälern erzählt Dr. Guido W. Weber von der Volksheiligen Gräfin Justitia, dem Freiheitskämpfer Johann Georg Khidler, von Eremiten im Kirchturm, vom Kerker und von Skeletten, vom früheren Steuer- und Schulsystem, vom kleinsten Hauseingang, von Blockhäusern des 17. und 18. Jahrhunderts sowie vom Gold der Zimmerleute berichtet. Angeboten werden drei Rundgänge, nämlich um 10, 13 und 15 Uhr. Treffpunkt ist jeweils vor der Kirche St. Peter und Paul.

Jachenau:

Am Sylvensteinspeicher findet am kommenden Sonntag eine Wanderung zu historischen Grenzsteinen aus den Jahren 1584 und 1651 statt. statt. Im Rahmen einer etwa dreistündigen Bergwanderung (bei jedem Wetter) führt Jost Gudelius zunächst Geschichtsinteressierte zur Schronbach-Alm. Dort verweilt man etwa 45 Minuten am ersten Grenzstein. Dann folgt ein Anstieg von etwa 200 Metern durch den Bergwald am Adamskopf sowie ein kleiner Abstieg zum Schronbach. Dort wird der zweite Grenzstein inspiziert. Festes Schuhwerk, Brotzeit und Getränke sind empfehlenswert, die Wanderung ist für Kinder ab zehn Jahren gut geeignet. Treffpunkt ist um 10 Uhr der Sylvensteinspeicher, der Parkplatz nördlich unterhalb des Dammes an der Isarbrücke.

Benediktbeuern

Die alte Schäfflerei im Westen der Klosteranlage wurde um 1760 erbaut. Dort wurden die Fässer für die angrenzende Klosterbrauerei gefertigt. Heute ist in der Alten Schäflerei das Fraunhofer-Zentrum Benediktbeuern beheimatet. Die ursprünglich geplante öffentliche Führung ist pandemiebedingt abgesagt worden. Statt dessen kann man sich Auf einem virtuellen 3D-Rundgang interaktiv durch das Gebäude bewegen, das barocke Dachwerk besichtigen und die Ausstellung zu Themen der denkmalgerechten und energetischen Sanierung besuchen, insbesondere zum Forschungsprojekt Innendämmung.

Lenggries

Der Lenggrieser Kalvarienberg gilt als einer der ältesten im deutschsprachigen Raum. Am Sonntag wird dort eine öffentliche Führung angeboten. Beginn ist um 15.30 Uhr, Dauer etwa eine Stunde. Ein Besuch kann mit der letzten musikalischen Auszeit „Sonntag um fünf“ um 17 Uhr kombiniert werden, die ebenfalls auf dem Kalvarienberg stattfindet. Für die Führungsteile im Innenraum der Kapellen sind ein 3G-Nachweis und eine medizinische Maske notwendig. Den Kalvarienberg erreicht man vom Schloss Hohenburg oder von der Karwendelstraße in etwa zehn Minuten. Die Führung ist kostenfrei und findet bei jedem Wetter statt.

Und noch einen zweiten Termin gibt es in Lenggries beim „Tag des offenen Den kmals“: Der Förderverein Burgruine Hohenburg lädt am Sonntag, 12. September, zu einer Führung auf die Burgruine für die ganze Familie ein. Treffpunkt ist der Wanderparkplatz. Feste Schuhe werden hierfür empfohlen. Beginn ist um 13.30 Uhr. Bei Regen findet die Führung nicht statt.

Ammerland

Seit 2007 restauriert der Ostuferschutzverband (OSV) die Schlosskapelle Heilige Drei Könige an der Nördlichen Seestraße 11 im Münsinger Ortsteil Ammerland. Nach der Vollendung soll sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Am Sonntag lädt der OSV ab 17 Uhr zu einem Werkstattbesuch ein. Es gilt die 3G-Regel. Besucher werden gebeten, einen Mund-Nasenschutz mitzubringen. Wer interessiert ist, meldet sich unter osv-vorstand@scribaup.de oder Telefon 0 81 77/9 23 10.

Infos im Internet:
www.tag-des-offenen-denkmals.de

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