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„Der Kiosk ist mein Wohnzimmer“: Gabriele Schaffer betreibt die Imbissbuden im Märchenwald an der Kräuterstraße in Farchet. Die 61-Jährige liebt ihren Job und den Kontakt zu den Kindern. 

Gabriele Schaffer betreibt die Kioske im Freizeitpark

Diese Frau ist die Imbiss-Fee vom Wolfratshauser Märchenwald

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Gabriele Schaffer hat die Imbissbuden im Märchenwald gepachtet, ist täglich 16 Stunden auf den Beinen. Doch zwischen Oachkatzlbahn und Rapunzelturm hat die 61-Jährige ihren Traumjob gefunden.

Wolfratshausen – Gabriele Schaffer hat immer einen Plan. „Ohne Vorbereitung geht hier nix“, sagt die 61-Jährige, die die beiden Imbissbuden und den Eisstand im Märchenwald an der Kräuterstraße betreibt. Organisation ist alles, denn in der Hauptsaison, in den Schulferien, muss das Team um die gebürtige Fürstenfeldbruckerin täglich mehrere hundert kleine und große Gäste verköstigen.

Zusammen mit ihrem Bruder Franz hat Schaffer 2011 die Verpflegung der Parkbesucher übernommen. Nachdem sie zuvor 38 Jahre als Bankkauffrau gearbeitet hatte, freute sich über die neue Herausforderung. „Franz war für die Logistik und die Bestellungen zuständig, ich für das Personal und die Abrechnung“, erzählt Schaffer. „Zusammen haben wir uns das alles aufgebaut.“ Nach dem Tod ihres Bruders vor drei Jahren kam Aufhören für die Wahl-Wolfratshauserin nicht infrage. „Die Arbeit ist für mich Beruf und Berufung.“

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Und das auch, wenn es meist sehr lange Tage sind. In den Ferien arbeitet Schaffer 16 Stunden. „Um vier Uhr steh’ ich auf, dann richte ich die Kassen her“, berichtet Schaffer. „Ab sechs Uhr bin ich im Märchenwald.“ Sie füllt die Eistruhe auf und nimmt die Warenlieferungen entgegen. Das Lager dafür ist im Keller unter dem großen Kiosk am Eingang des Parks eingerichtet, es geht treppauf, treppab. „Das ist mein Sport“, sagt sie und lacht. Schaffer sortiert Tiefkühlware wie Schnitzel und Würstchen in den Kühlraum, reiht Gläser mit Oliven aneinander und stapelt Kisten mit Salat, Tomaten und Kartoffeln. Immer mit System.

Ab 9 Uhr, wenn das große Eisentor für die Parkbesucher geöffnet ist, gibt es frischen Kaffee, zwei Stunden später auch warme Speisen. Abends wird geputzt, dann stehen Kassencheck und Abrechnung auf dem Programm. All das kann sie freilich nicht allein stemmen. Bis zu 40 Schüler und Studenten unterstützen sie in den Ferien. „Wir sind ein super Team mit einem tollen Zusammenhalt. Ich schätze die Mädels und Jungs wirklich sehr.“

„Der Kiosk ist mein Wohnzimmer“

Damit weder in dem großen Imbiss mit angrenzender Sonnenterrasse und einem Raum zum Aufwärmen bei Regenwetter, noch an den beiden anderen Verpflegungsstationen nichts drunter und drüber geht, gibt es einige Regeln. „Hygiene und Ordnung sind mir sehr wichtig“, sagt Schaffer. „Der Kiosk ist mein Wohnzimmer.“ Nicht nur die Gastronomie macht ihr Spaß, sondern vor allem der Kontakt mit den Kindern. Schaffer ist die gute Fee in dieser märchenhaften Umgebung, denn der Parkbesuch ist etwas Besonderes für die kleinen Gäste. Das gilt natürlich auch für das Mittagessen. „Die heiß geliebten Pommes müssen sein, weil es die daheim halt oft nicht gibt“, sagt Schaffer schmunzelnd.

Natürlich hat auch sie mal einen schlechten Tag. „Aber das legt sich schnell wieder.“ Das Wichtigste ist „mit sich und seiner Arbeit zufrieden zu sein“. Und das ist die 61-Jährige heute noch genauso wie am ersten Tag. Sie lächelt. „Den Märchenwald darf man mir nicht nehmen.“ mh

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