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Eine DVD als Dankeschön: (v. li.) Regisseur Sigi Menzel zeigte sich beeindruckt von der Kreativität seiner Hauptprotagonisten Fazal, Nastaran und Islam. 

Deutliche Integrationsbotschaften

Dieser Film porträtiert drei junge Künstler, die aus ihrer Heimat geflüchtet sind

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In seinem Film „Botschaften – Was Bilder erzählen“ porträtiert Sigi Menzel drei junge Asylbewerber, die mit Kunstwerken in ihrer neuen Heimat auf sich aufmerksam machen. 

Wolfratshausen – Über einen mit 40 Besuchern außergewöhnlich gut gesuchten Künstlerstammtisch durfte sich der Verein „Lebendige Altstadt Wolfratshausen“ LAW) am Montagabend freuen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung im Wirtshaus Flößerei stand Sigi Menzels Filmdokumentation „Botschaften – Was Bilder erzählen“. Es ist ein Porträt über drei junge Asylbewerber, die mit Zeichnungen und Malereien in ihrer neuen Heimat auf sich aufmerksam machen.

„Das Thema hat mich über ein Jahr lang beschäftigt“, gestand Filmemacher Sigi Menzel. Bei einer Vernissage in der am Obermarkt gelegenen Kunstgalerie von Roswitha Muth hatte er die Asylbewerber Islam, Nastaran und Fazel kennengelernt. „Ihre positive Ausstrahlung hat mich beeindruckt“, erinnerte sich Menzel.

Grund genug für den 63-Jährigen, die drei Flüchtlinge mit seiner Kamera beim Schaffensprozess ihrer Bilder zu begleiten. Doch dabei blieb es nicht: Zu sehen sind in dem 18-minütigen Werk auch erschütternde Kriegsszenen aus Syrien und Afghanistan. „Ich wollte sowohl dem Schönen als auch dem Bösen ins Auge blicken“, erklärte Menzel diesen herben Kontrast.

„Das ist ein Beitrag zur mehrdimensionalen Integration“

Dass Islam, Nastaran und Fazel ihre Kreativität mittlerweile voll ausleben dürfen, ist Roswitha Muth zu verdanken. Sie hatte Kontakt zum Wolfratshauser Asylbewerberhelferkreis aufgenommen und den drei Künstlern eine Plattform gegeben. „Das ist ein Beitrag zur mehrdimensionalen Integration“, erklärte Muth.

Ines Lobenstein vom Asylhelferkreis mahnte, auch die anderen derzeit etwa 260 in der Loisachstadt untergebrachten Asylbewerber nicht zu vergessen. Für die Bevölkerung seien die Werke von Islam, Nastaran und Fazal zwar ein sichtbares Zeichen der Integration. „Die anderen können das leider nicht so deutlich zeigen, wollen sich aber auch integrieren“, ist sich Lobenstein sicher.

Hans-Werner Kuhlmann sah das genauso. „Der Film ist im Zusammenhang mit der heutigen politischen Situation als hochaktuell zu betrachten“, sagte der LAW-Vorsitzende. Sigi Menzel ließ es sich abschließend nicht nehmen, jedem seiner Hauptprotagonisten eine DVD des Films zu überreichen. Die darin gezeigten Kriegsbilder scheint zumindest Fazal gut verarbeitet zu haben. „Wenn ich male, vergesse ich alles“, sagte er in nahezu aktzentfreiem Deutsch. ph 

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