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Ein Schild kündigt es an: Auf dieser Fläche entsteht ein Projekt des BN zum Artenschutz. 

100 Quadratmeter für Insekten-Wohlfühlparadies

Ein Paradies für Insekten: Bund Naturschutz startet Projekt „(G)Artenvielfalt“

Auf 100 Quadratmeter Grünfläche möchte die Ortsgruppe des Bund Naturschutz ein Insekten-Wohlfühlparadies erschaffen. Der Name des Projekts: „(G)Artenvielfalt“.

Wolfratshausen – Nicht nur reden, sondern machen: DieOrtsgruppe des Bund Naturschutz (BN) startet ein neues Projekt zum Artenschutz. Auf einer rund 100 Quadratmeter großen Grünfläche neben dem Radweg zwischen Farchet und Waldram soll ein Insekten-Wohlfühlparadies entstehen. BN-Chefin Dr. Sigrid Bender hofft, dass diese Pionierarbeit als Vorbild für viele Privatleute dient.

Wolfratshausen: Insekten-Wohlfühlparadies soll entstehen

„Hier entsteht ein neuer Lebensraum für Schmetterlinge, Igel, Blindschleichen, Eidechsen, Käfer, Vögel…“, steht auf einem Schild, das der BN auf der momentan freien Grünfläche angebracht hat. Die Parzelle, die direkt am viel befahrenen Radweg liegt, wird von den ehrenamtlichen Umweltschützern „komplett naturnah“ gestaltet. Neben Wildblumen und einem Naturzaun sollen dort Rückzugsorte für Insekten wie ein Käferkeller und ein Sandarium für Wildbienen entstehen.

Umweltschützer gestalten Parzelle „komplett naturnah“

Für Privatleute, die selbst einen Beitrag zum Artenschutz leisten wollen, möchte die Ortsgruppe später in unregelmäßigen Abständen Workshops auf dem Areal anbieten, in denen die Ehrenamtlichen zeigen, wie man mit einfachen Mitteln im häuslichen Umfeld Lebensräume für unterschiedliche Arten schaffen kann. 

„Urbane Räume für Tiere immer wichtiger“

„Durch die zunehmende Flächenversiegelung werden urbane Räume für die Tiere immer wichtiger“, erklärt Bender. Um für alle Arten gerüstet zu sein, brauche es eine abwechslungsreiche Gestaltung von Gärten, Blühstreifen und Gründächern. „Wichtig ist ein enges Netz an Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere.“ Auch deshalb sei es so wichtig, viele Bürger über die Möglichkeiten aufzuklären. „Dafür liegt das Grundstück sehr gut, weil es vom viel befahrenen Radweg aus gut zu sehen ist.“

Grundstück für zehn Jahre gepachtet

Um das Projekt „(G)Artenvielfalt“ zu ermöglichen, überlässt die Stadt Wolfratshausen dem BN das Grundstück für zehn Jahre zur Pacht. „So können wir langfristig arbeiten und vielleicht etwas bewegen“, sagt Bender und kündigt an: „Wir werden beobachten, wie das Projekt ankommt, um es danach vielleicht auf andere Kommunen auszuweiten.“  

Mit demFrühling geht auch die Amphibienwanderzeit los. Damit die Tiere dabei nicht überfahren werden, hilft auch hier der Bund Naturschutz.

dst

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