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Mit viel Temperament, Leidenschaft und Charme überzeugte das Ensemble der Show „Musical Moments“ die vielen Besucher in der ausverkauften Loisachhalle.

Eine Gala der Superlative

Wolfratshausen – „Musical Moments“ mit Dominik Halamek sorgen für eine restlos ausverkaufte Loisachhalle.

Mit einem showmastermäßigen „Geht’s Euch gut, habt Ihr Spaß?“, begrüßte der Regisseur und Musical-Darsteller Espen Nowacki am Samstagabend das Wolfratshauser Publikum in der restlos ausverkauften Loisachhalle. „Jouw“, kam es prompt zurück. Von da an war klar, dass die Stimmung in der Halle an diesem Abend bombig werden würde. Geboten war ein unterhaltsames Potpourri der berühmtesten Welthits aus rund 40 Jahren Musicalgeschichte. Die Show „Musical Moments“ entstand aus einer Notlage heraus. Im Sommer 2008 wollte der gebürtige Norweger Espen Nowacki mit seiner Kabarettgruppe „Swinging Ludwig“ einen volkstümlichen Parodieabend präsentieren, als einer der Bühnendarsteller plötzlich absagen musste. Spontan entstand die Idee zu einem Halb-Playback-inszenierten Musicalmedley. Es ging schief, was schief gehen konnte, und so entstand eine urkomische Interaktion mit dem Publikum. Schief geht inzwischen nichts mehr, doch agiert wird weiterhin: „Kommt, steht doch mal alle auf und macht die Hüften locker“, forderte Nowacki das Wolfratshauser Publikum während der Show immer wieder auf. Selbiges war schnell dazu zu bereit, in den eng bestuhlten Reihen – etwa bei „Time Warp“ – einen Schritt nach links zu hüpfen, die Brust vorzuschieben und mit dem Po zu wackeln, so wie es einst die eingefleischten Rocky-Horror-Picture-Show-Fans in den legendären Kinos taten. Vielleicht kam die ungezwungene Vertrautheit aber auch davon, dass ein Einheimischer mit auf der Bühne stand. Der Profitänzer und Akrobat Dominik Halamek aus Wolfratshausen bewies nicht nur bei jedem charakteristisch unterschiedlichen Musical-Part ein herausragendes Körpergefühl. Ganz besonders beeindruckte er im Duo mit seiner Tanzpartnerin Judith Seibert bei der heißen Latino-Merengue-Einlage „Time Of My Life“ aus dem Schmachtfetzen „Dirty Dancing“. Halamek ist zudem für die gesamte Choreografie der Musical-Show verantwortlich, die durch die Ausdruckskraft und Stimmgewalt der Solisten Stephanie Kock, Zoltan Tombor und Nadine Hammer ausnahmslos überzeugte. Kurz gesagt: Jeder Musicalszenen gaben die Künstler den speziellen, unverwechselbaren Touch: magisch das „Phantom der Oper“, unheimlich der „Tanz der Vampire“, lieblich und pompös die „Kaiserin Sissi“, schwungvoll die Nonnen aus „Sister Act“ und kultverdächtig das Gangster-Duo „Blues Brothers“ aus Chicago mit ihren dunklen Anzügen und Sonnenbrillen. Dann war es ein letztes Mal soweit: „Bitte wieder aufstehen und locker machen“, forderte Regisseur Nowacki die Musicalbesucher am Ende der Show noch einmal auf – in diesem „Ehrenwerten Haus“ bei einem besungenen Gläschen „Griechischen Wein“, als Hommage an den unsterblichen Udo Jürgens.

Andrea Weber

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