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Setzen das Projekt gemeinsam mit vielen anderen Helfern in die Tat um: Wieland Keinath (Vertreter des Lions Club München-Isartal), Asylhelferkreis-Koordinatorin Ines Lobenstein, Anika Dollinger (Asylkraft der Stadt Wolfratshausen) sowie die stellvertretende Leiterin des Jugendhauses La Vida, Verena Kümmel (v. li.).

„Es hätte nicht besser laufen können“

Neuer Treffpunkt WORld-Café

Wolfratshausen – Einen Treffpunkt und eine Begegnungsstätte für Einheimische und Flüchtlinge haben viele ehrenamtliche Helfer mit dem WORld-Café geschaffen. Gut 80 Besucher kamen zur Einweihung.

Mohammed Musli nimmt ein Stück Bienenstich, im Hintergrund läuft Musik aus seiner Heimat. Hinter Musli warten viele andere Besucher darauf, sich am Kuchenbüfett bedienen zu dürfen. Über 80 Gäste besuchten am Samstagnachmittag das WORld-Café im Jugendhaus La Vida. Viel mehr, als die Ausrichter zur Einweihung erwartet hatten.

„Ich bin total begeistert, wie toll dieses Angebot angenommen wird“, freute sich Asylhelferkreis-Koordinatorin Ines Lobenstein. In Zusammenarbeit mit dem Jugendhaus La Vida und mit Unterstützung durch den gemeinnützigen Lions Club München-Isartal hatte Lobenstein den gemeinsamen Treffpunkt von Asylbewerbern und Wolfratshausern initiiert. Seit drei Jahren gibt es in der Flößerstadt bereits ein ähnliches Angebot: das Bürgercafé im Caritas-Zentrum am Obermarkt. Die Räumlichkeiten waren dem großen Ansturm von Interessierten und Helfern aber nicht mehr gewachsen. „Glücklicherweise hat sich das Jugendhaus bereit erklärt, das WORld-Café mit uns auszurichten“, berichtete Lobenstein. Die Eröffnung verbuchte sie als vollen Erfolg.

Bitte zugreifen: Die Besucher des WORld-Cafés im Jugendhaus La Vida konnten sich an einem großen Kuchenbüfett stärken.

Das Publikum war am Samstag bunt gemischt: Jugendliche und Senioren, Asylbewerber und Einheimische fanden den Weg ins Jugendhaus La Vida. Die meisten nutzten den Termin, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Grünen-Stadträtin Annette Heinloth plauderte mit einer jungen Familie aus Afrika, eine Gruppe Jugendlicher verschiedener Herkunft spielte Billard, Bürgermeister Klaus Heilinglechner tauschte sich angeregt mit Ousama Al Manla, einem afghanischen Flüchtling, aus. Der ließ es sich nicht nehmen, sein Aufeinandertreffen mit dem Rathauschef mit einem Selfie zu dokumentieren. „Das ist das Tolle an diesem Angebot“, stellte Verena Kümmel, stellvertretende Leiterin der Einrichtung, fest: „Die Leute können sich hier zwanglos kennenlernen, man kommt gemütlich ins Gespräch.“ Auch die Vize-Chefin des Jugendhauses war mit der Premiere mehr als zufrieden: „Es hätte nicht besser laufen können.“

Dass das WORld-Café eingeweiht wird, hatte sich herumgesprochen. Aus den Nachbarkommunen und sogar aus München kamen einige Flüchtlinge und probierten die von ehrenamtlichen Helfern gebackenen Kuchen und plauderten mit anderen Besuchern. Am Samstag mussten Kümmel und Lobenstein noch hinterm Kuchentresen aushelfen, beim nächsten Treffen wollen zwei Asylbewerber, Mohammed Musli und Al Manla, selbst die Leitung übernehmen. Künftig findet das WORld-Café im La Vida (Josef-Bromberger-Weg 1) jeden zweiten Samstag von 16 bis 18 Uhr statt. Das nächste Mal am 16. April.

von Dominik Stallein

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