Erneuter Rückruf bei BMW - Mehr als eine Million Fahrzeuge betroffen

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Dabei waren die Ziele hoch gesteckt

Weil es die Wolfratshauser nicht interessiert: Stadt muss Energiespar-Projekte einstellen

Was die Energiepolitik angeht, hatte sich Wolfratshausen hohe Ziele gesteckt: Die Stadt beteiligte sich an zwei Energiespar-Programme. Die mussten jetzt eingestellt werden - denn die Bürger hatten kein Interesse.

Wolfratshausen – Die Stadt Wolfratshausen hat sich hohe energiepolitische Ziele gesteckt: In den nächsten Jahren sollen rund 25 Prozent des Strom- und Wärmeverbrauchs eingespart und über 90 Prozent der elektrischen Energie aus erneuerbaren Quellen bezogen werden. Dafür – das betonten Stadtrat und Verwaltung immer wieder – müssen die Bürger mit ins Boot geholt werden. Die Stadt beteiligte sich deshalb an zwei Energiespar-Projekten. Beide wurden jetzt mangels Interesse eingestellt. Das berichtet die städtische Energiebeauftragte Eva Kiel auf Nachfrage unserer Zeitung.

Konkret ging es um ein Angebot an die örtlichen Fahrschulen: Sie sollten ihre Schüler darin unterrichten, wie man möglichst spritsparend Auto fährt. Die Teilnahme an solchen Schulungen wäre von der Kommune mit 60 Prozent der Kosten bezuschusst worden. „Wir haben dafür leider gar keine Rückmeldungen bekommen“, berichtet Kiel.

Außerdem suchte die Stadt Privathaushalte, die sich als Pilothäuser zur Verfügung stellen. Diese sollten kostenlos beim Stromsparen begleitet werden. Dazu gehörten eine persönliche Beratung, eine Energiesparkiste mit Info-Material, Lampen und Messgeräten sowie ein Energie-Monitoring. Doch auch dafür fanden sich keinen Interessenten. Gründe dafür kann Eva Kiel nicht ausmachen. „Das Thema ist ja mitten in der Bevölkerung“, sagt sie. Viele Wolfratshauser würden sich durchaus Gedanken zum Energieverbrauch machen. Das zeige ein drittes Angebot der Kommune. Die Stadt hat ein Solarkataster angelegt, aus dem für die Bürger ersichtlich wird, welche Häuser sich für eine Photovoltaik-Anlage eignen. „Das wurde von einigen Wolfratshausern genutzt“, berichtet Kiel. Seit Februar kümmert sich zentral der Landkreis um das Solarkataster.

Heuer möchte die Stadt neue Förderprogramme auflegen. „Es gibt mehrere Überlegungen“, sagt Kiel. Spruchreif sei davon aber noch nichts. Fest steht, dass sich Wolfratshausen wie im vergangenen Jahr an der Aktion Stadtradeln beteiligen möchte. Zudem gab es im Februar einen Workshop, um den Fahrradverkehr in der Loisachstadt zu stärken. 

Dominik Stallein

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Rubriklistenbild: © dpa / Roland Weihrauch

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