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Entspannung im Chat und in der Natur: Yogalehrerin kommt mit Kreativität durch die Corona-Krise

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Von: Franziska Konrad

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Meditation in der freien Natur: Seit Corona hat Inka Schmidt Outdoor-Yoga in ihr Programm aufgenommen. © Privat

Vor allem ihre Kreativität brachte Yogalehrerin Inka Schmidt durch die Corona-Krise. Passend zum Weltyogatag am kommenden Sonntag kehrt nun auch für die Yogis in Wolfratshausen langsam der Alltag zurück: Seit Montag darf Schmidt in der Yogaoase wieder „normale“ Stunden anbieten.

Wolfratshausen – Mit der Yogamatte daheim, vor sich den Laptop aufgestellt, daneben einen großen Bildschirm: So sah für beinahe drei Monate der Arbeitsplatz von Yogalehrerin Inka Schmidt aus. In Zeiten von Corona blieb der Wolfratshauserin nichts anderes übrig, als per Skypevideochat mit ihren Schülern online zu entspannen und zu meditieren. „Alle Teilnehmer hatten dabei ihre Kameras an, so konnte ich jeden bei den Übungen korrigieren“, berichtet die Inhaberin der Yogaoase Wolfratshausen. Sogar die Tiefenentspannung am Ende jeder Stunde habe „wunderbar“ funktioniert. „Obwohl die Leute weit weg von mir waren.“

Corona: Online-Yoga vor dem Laptop

Insgesamt fünf mal in der Woche bot Schmidt den virtuellen Einklang für Körper und Seele an. Doch nur etwa eine gute Handvoll ihrer Schüler nutzte das Online-Yoga. „Viele konnte ich dafür nicht aktivieren, die Vorbehalte waren teilweise echt groß“, bedauert die 51-Jährige. „Aber die, die sich getraut haben, waren begeistert.“

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Inka Schmidt, Yogalehrerin aus Wolfratshausen. © Privat

Inspirationen für ihre Arbeit in der Krise lieferten der Wolfratshauserin oft ihre Yogis selbst: „Ganz am Anfang von Corona traf ich eine Teilnehmerin beim Einkaufen. Sie sagte zu mir: ,Mein Mann macht jetzt Online-Yoga. Kannst Du das nicht auch anbieten?’“ Gesagt, getan. Ähnlich lief es nach ersten Lockerungen im Mai, als einer ihrer Schüler Schmidt dazu ermunterte, Outdoor-Yoga in ihr Angebot aufzunehmen. „Yoga mitten in der Natur: Das ist superschön“, schwärmt die Yogalehrerin. „Im Sommer möchte ich das unbedingt weiter anbieten.“

Yoga-Schüler lieferten Inspirationen in der Krise

Am Montag war endlich der Tag, auf den Schmidt sehnsüchtig gewartet hatte: In der Yogaoase fand wieder die erste „normale“ Yogastunde statt, allerdings unter Auflagen. „Wer sich nicht auf seiner Matte befindet, muss eine Maske tragen. Nur eine Person darf auf der Toilette und in der Umkleide sein. Außerdem muss jeder seine eigene Matte und Decke mitbringen“, zählt die 51-Jährige auf. Abgesehen davon begrenzt sie die Teilnehmerzahlen ihrer Kurse vorerst auf sieben Personen. So kann jeder beim Yoga genug Abstand halten.

Auch ihr Programm hat die Wolfratshauserin Corona angepasst: „Ich verzichte auf Übungen mit kraftvollem Atmen und auf gemeinsames Singen – eben alles, bei dem besonders viel Luft aus der Lunge kommt“, erklärt Schmidt. Trotz alledem ist die Yogalehrerin überglücklich. 

Yoga-Kursprogramm an Corona angepasst

„Zwischendurch auch mal herzhaft lachen oder auch mal zusammen jammern, wenn die Muskeln besonders ziehen – das hat mir wirklich gefehlt“, erzählt sie lachend. Ähnlich scheint es ihren Schülern zu gehen: Die ersten Kurse waren komplett ausgebucht. „Jeder achtet auf die Abstands-und Hygieneregeln, alle gehen sehr respektvoll miteinander um und sind sehr achtsam.“

Gut drei Wochen sind hingegen seit der Wiedereröffnung der Gastronomie vergangen. Die erste Bilanz der hiesigen Wirte: verhalten positiv. Abgesagt werden müssen wegen Corona leider alle Abschlussfeiern. Auch an Abistreich und Abschlussfahrt ist nicht zu denken.

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Infos im Internet:

www.yogaoase-wolfratshausen.de

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