Feierabend: (v. li.) Waltraud Schwarzenbeck, Konrad Rohrmoser und Renate Rehder gönnen sich vor dem Humplbräu zum Start ins Wochenende ein Bier.
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Feierabend: (v. li.) Waltraud Schwarzenbeck, Konrad Rohrmoser und Renate Rehder gönnen sich vor dem Humplbräu zum Start ins Wochenende ein Bier.

„Schönes Wochenende“-Aktionen in der Stadt bieten unterschiedliche Eindrücke

Wolfratshausen: Familienspaß, Märchen und grüner Gin

  • VonPeter Herrmann
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Gleich drei aufeinanderfolgende Aktionstage versprachen der Werbekreis, der Kinder- und Jugendförderverein sowie die Stadt am vergangenen Wochenende. Die Resonanz war gemischt.

Wolfratshausen – Während der von der Gastronomie geprägte Auftakt am Freitag und das Marktgeschehen am Sonntag eine überschaubare Besucherzahl verzeichneten, ging beim Family-Fun-Festival die sprichwörtliche Post ab.

Gin, italienische Vorspeisen und Wein

Wer am späten Freitagnachmittag über die Marktstraße flanierte, entdeckte zunächst kaum Außergewöhnliches. Einzig am Marienplatz deuteten ein Imbisswagen des Humplbräu sowie mehrere Tische auf die Feierabend-Aktion des Werbekreises hin. Die zuvor beworbenen Cocktails mixte Chris Weber vor dem Streatwear-Laden RedStone am Untermarkt. Inhaber Johannes Woll, der sein Geschäft vor etwa einem Jahr eröffnet hatte, freute sich über die Zusammenarbeit mit Bavaria Selection. Denn eine der Spezialitäten des Feinkostunternehmens ist der „Wolf Gin“, der am Freitag in verschiedenen grünen Kreationen ausgeschenkt wurde. „Wir brauchen einfach mehr Leben in der Marktstraße“, begrüßte Woll die Freitagsaktion.

Wie bei ihm versammelten sich auch vor der gegenüberliegenden „Bottega“ einige Gäste, die sich italienische Weine und Vorspeisenteller schmecken ließen. Weitere gut besuchte Lokale waren die Biermühle mit Biergarten am Birnmühlplatz und das Café Cristallo am Obermarkt. Für die 18-jährige Katharina Stemplinger aus München war das dennoch zu wenig: „Ich habe mich mit meiner Freundin hier verabredet, um richtig abzufeiern – aber das wird wohl nichts“, bedauerte die Abiturientin. Werbekreis-Chef Hans-Joachim Kunstmann bezeichnete den Wochenendauftakt dennoch als Erfolg. „Wir wollten mit der Aktion ja vor allem die Gastronomie ankurbeln und ein paar Leute in die Geschäfte locken, das ist uns gelungen“, erklärte er.

Jubel, Trubel und Bewegung: Das Family-Fun-Festival lockte am Samstag zahlreiche Kinder, Jugendliche und Eltern an.

Strahlende Kindergesichter und entspannte Eltern waren am Samstag rund ums Jugendhaus La Vida und an der alten Floßlände zu sehen. Der Kinder- und Jugendförderverein (KJFV) hatte dort zusammen mit der DLRG, der Bergwacht und weiteren Vereinen zahlreiche Aktionsstände aufgebaut. So bildeten sich schon zur Mittagszeit vor dem Bungee-Trampolin lange Schlangen. Andere zog es zu Breakdance-Auftritten des Tanzzentrums Müller, zum Baumklettern der Bergwacht oder zur glitschigen Skimboard-Bahn. Bei der Trendsportart geht es darum, möglichst lange mit einem Brett auf einem dünnen Wasserfilm zu surfen. „Wahnsinn, dass hier von Anfang so viel los ist“, freute sich Eva Bruschek vom KJFV.

Es war schon eine mutige Entscheidung, so eine große Veranstaltung durchzuziehen.

KJFV-Geschäftsführer Fritz Meixner.

Das merkte auch Jugendreferentin Jennifer Layton, die über die bevorstehende U 18-Wahl an 29 Landkreisschulen informierte. „Ich habe den Jugendlichen zunächst einmal erklärt, welche Parteien überhaupt antreten und warum es auch später wichtig ist, von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen“, erklärte die Stadträtin. Am Ende des siebenstündigen Festivals zog KJFV-Geschäftsführer Fritz Meixner ein positives Fazit. „Es war schon eine mutige Entscheidung, so eine große Veranstaltung durchzuziehen“, räumte er ein. Doch die gute Stimmung und der rege Zulauf hätten gezeigt, dass die Familien nach den coronabedingten Entbehrungen besonders dankbar für derartige Angebote seien. „Das braucht’s mal wieder“, freute sich Meixner schon auf eine Neuauflage.

Marksonntag: Bei zeitweise leichtem Regen ließ es sich entspannt durch die Wolfratshauser Altstadt bummeln.

Trotz leichten Regens verzeichneten die Standbetreiber in der Markstraße schon am frühen Sonntagnachmittag Besucher, die sich dort vor allem mit Obst, Gemüse, Räucherfisch und Fleischwaren versorgten. Die Nachfrage nach Lederwaren und Staubsaugern ließ indes zu wünschen übrig.

Infos über geplante Gestaltung des neuen Museums

In der Rathauspassage informierten Annekatrin Schulz und Stadtmanager Dr. Stefan Werner derweil über die geplante Gestaltung des neuen Museums. Kinder ab vier Jahren besuchten ein Märchenzelt, das bereits seit Freitag an der alten Floßlände stand. Inhaber Gerhard Kabus, der aus Freystadt in der Oberpfalz nach Wolfratshausen kam, fasste das dreitägige Aktionswochenende so zusammen: „Richtig gut besucht war’s nur am Samstag. Davor und danach wäre vor allem in der Marktstraße noch mehr Potenzial vorhanden gewesen.“

ph

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