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Stabwechsel: Max Aichbichler übernimmt die Leitung des Jugendhauses La Vida von Verena Kümmel, die in Mutterschutz geht.

Wechsel an der Spitze

„Faszinierend, wie viel man bewirken kann“: Jugendhaus La Vida hat neuen Chef

Neuer Chef im Jugendhaus La Vida: Max Aichbichler übernimmt die Leitung von Verena Kümmel. Besonders eine Sache ist ihm bei den jugendlichen Besuchern wichtig. 

Wolfratshausen – Das Jugendhaus La Vida hat einen neuen Chef. Max Aichbichler übernimmt die Leitung von Verena Kümmel, die sich um ihren eigenen Nachwuchs kümmert.

Wolfratshausen: Neuer Chef im Jugendhaus La Vida

Der 25-jährige Penzberger arbeitet bereits seit vier Jahren im Jugendhaus. Zuvor absolvierte er eine Ausbildung zum Erzieher und war in dieser Zeit in Kindergärten und Horts tätig. In der offenen Jugendarbeit, wie sie auch im La Vida angeboten wird, hat Aichbichler er seine berufliche Heimat gefunden. „Das ist eine wahnsinnig vielfältige und ehrliche Arbeit“, sagt er. „Vielfältig“, weil im Jugendhaus ganz unterschiedliche Altersgruppen, Herkunftsgebiete, Charaktere und Betätigungen zusammenkommen. Ehrlich, weil die 10- bis 21-Jährigen, „ganz direkt und unverblümt sagen, was ihnen durch den Kopf geht“. Wenn der Sozialpädagoge mit seiner Arbeit bei den Kindern ankommt, merkt er das meist sofort – und auch umgekehrt.

La Vida: Max Aichbichler arbeitet seit vier Jahren im Jugendhaus

In den vergangenen Jahren beteiligte sich Aichbichler vor allem an Sportaktivitäten mit den jugendlichen Besuchern. Für den 25-Jährigen eine Selbstverständlichkeit: „Ich mache selber gerne Sport und finde, dass es für die Kinder eine wichtige und coole Beschäftigung ist, sich zu bewegen.“ Vor allem auf dem Mountainbike oder in Kletterhallen powert sich Aichbichler selbst am liebsten aus.

„Es ist sehr faszinierend, wie viel man bei jungen Menschen bewirken kann.“

In seiner neuen Rolle als Jugendhaus-Leiter wird er dafür vermutlich etwas weniger Zeit haben. „Ich weiß, dass ich in Zukunft mehr Zeit im Büro verbringen muss“, sagt er. In den vergangenen Monaten hat ihn Verena Kümmel in die Organisationsarbeit eingeführt. In den Mittelpunkt seiner Tätigkeit möchte Aichbichler aber weiterhin den direkten Austausch und Umgang mit den Besuchern stellen. „Es ist sehr faszinierend, wie viel man bei den jungen Menschen bewirken kann.“ 

Mittelpunkt seiner Arbeit soll direkter Austausch mit Besuchern sein

Gerade Jugendliche, die über mehrere Jahre regelmäßig im Jugendhaus zu Besuch sind, wenden sich von selbst mit persönlichen Anliegen an die Pädagogen, „zum Beispiel, wenn sie nicht wissen, was sie nach der Schulzeit machen sollen“. Wenn diese sich dann einige Jahre nach dem Abschluss mitten im Berufsleben befinden, erinnern sich viele an die Hilfe, die sie von den Jugendhaus-Mitarbeitern bekommen haben. „Wenn das klappt, ist das ein riesiges Lob für unsere Arbeit“, erklärt Aichbichler. Kümmel ergänzt: „Das sind ganz besondere Momente.“ Für Aichbichler liegt darin auch etwas Paradoxes: „Wir müssen in unserer Arbeit versuchen, dass wir nicht mehr gebraucht werden.“  

Das Jugendhaus La Vida ist beliebt - was als „Alibi-Verein“ begonnen hat, ist heute ein florierender Betrieb mit rund 70 Festangestellten. Im Sommer feierte das Jugendhaus sein25-jähriges Jubiläum - und verwandelte sich zur wahren Feiermeile. 

dst

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