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Besuch im neuen Kreißsaal: Dr. Christoph Anthuber, Chefarzt für Geburtshilfe und Gynäkologie (6. v. li.), erklärt den Gästen, unter ihnen Ministerialdirigent Herwig Heide (li.), Tölzer Landrat Josef Niedermaier (2. v. re.) und seinem Starnberger Amtskollegen Karl Roth (re.), die technischen Besonderheiten der neuen Einrichtung.

Werdende Eltern können aufatmen

„Feuertaufe ist bestanden“: Geburtshilfe in Wolfratshausen ist offiziell eröffnet

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Am 1. Juli hat die Kooperation der Wolfratshauser Kreisklinik mit dem Klinikum Starnberg begonnen. Nun wurde die Geburtshilfeabteilung offiziell eingeweiht - die Feuertaufe ist bestanden.

Wolfratshausen – Werdende Eltern im Landkreis können aufatmen: Am 1. Juli hat die Kooperation der Wolfratshauser Kreisklinik mit dem Klinikum Starnberg begonnen. Die in der Außenstelle Wolfratshausen untergebrachte Hauptabteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie wurde am Dienstagnachmittag im Beisein zahlreicher Festgäste offiziell eröffnet.

„Seit 1. Juli sind hier schon 127 Kinder auf die Welt gekommen“, berichtete Heiner Kelbel, Geschäftsführer des Starnberger Klinikums. Sein Wolfratshauser Amtskollege Hubertus Hollmann ist sich sicher, dass die Kooperation „unter einem guten Stern“ stehe. „Es gab Zeiten, in denen unsere Geburtshilfe kurz vor dem Abgrund stand“, gab der Wolfratshauser Geschäftsführer zu. „Aber wir haben es geschafft durchzuhalten.“ Der Dank dafür gebühre in erster Linie den Belegärzten und Hebammen. Der Zusammenschluss der beiden Kliniken, der zunächst für 15 Jahre mit der Möglichkeit zur Verlängerung ausgelegt ist, war laut Hollmann ein „wichtiger Schritt für die langfristige Existenzsicherung der Wolfratshauser Kreisklinik“.

Ähnliche Worte fand Josef Niedermaier. Es sei schnell offensichtlich gewesen, dass das Belegarztsystem in Wolfratshausen „langfristig nicht zukunftsfähig“ sei. „Es war nicht nur einmal fünf vor zwölf“, räumte der Landrat ein. Nach dem Aus für die Geburtshilfe an der Tölzer Klinik im März vergangenen Jahres wäre die Schließung in Wolfratshausen „das Ende der Geburtshilfe im Landkreis gewesen“, so Niedermaier. Der Starnberger Landrat Karl Roth versprach: „Wir tun alles in unserer Macht stehende, damit die Kooperation gelingt.“

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Ministerialdirigent Herwig Heide überbrachte die Glückwünsche von Gesundheitsministerin Melanie Hummel. Die neue Geburtshilfeabteilung mit zwölf Betten ist in seinen Augen mustergültig. „Sie zeigt, dass sich Wohnortnähe und höchste medizinische Versorgung nicht ausschließen müssen“, so Heide. Sein Fazit nach zweieinhalb Monaten Laufzeit: „Die Feuertaufe ist bestanden.“

Auf der Geburtsstation können werdende Mütter nun in drei modernen Kreißsälen entbinden. Die Räume im Erdgeschoss sind in warmen Rottönen gehalten, um eine familiäre Atmosphäre zu schaffen. Außerdem gibt es einen speziellen Versorgungsraum für Neugeborene, die „bei ihrem Start in die Welt Schwierigkeiten hatten“, erklärte Prof. Dr. Thomas Lang, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Starnberg. mh

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Neugeborene können in einem speziellen Raum von Hebammen wie Simone Färber-Meisterjahn rundum betreut werden.

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