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An dem TV-Krimi „Der Polizist und das Mädchen“ wirkten junge Handballer aus Wolfratshausen und Geretsried mit. Unser Foto entstand in der Wolfratshauser Sporthalle. Im orangefarbenen Pulli: der renommierte Regisseur Rainer Kaufmann.

Premiere beim Münchner Filmfest

Bei diesem ZDF-Filmdreh spielt das Wolfratshauser Handball-Team mit

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Die Produktion ist im Juli beim Filmfest München zu sehen. Das Besondere: Die jungen HSG-Handballern aus Wolfratshausen waren als Komparsen dabei.

Wolfratshausen/München – Im Sommer vergangenen Jahres erlaubte die Münchner Produktionsfirma Wiedemann und Berg unserer Zeitung einen exklusiven Blick hinter die Kulissen: In Wolfratshausen entstanden Sequenzen eines Krimi-Dramas, das im ZDF zu sehen sein wird. Mittendrin statt nur dabei waren junge Handballer der HSG Isar-Loisach. Nun feiert der Film Weltpremiere: beim Filmfest München in der Reihe „Neues Deutsches Fernsehen“ Anfang Juli.

Aus dem Arbeitstitel „Das schlafende Mädchen“ ist in der Nachbearbeitung der Filmtitel „Der Polizist und das Mädchen“ geworden. Regie führte Rainer Kaufmann, der unter anderem für Kinohits wie „Das Stadtgespräch“ und „Die Apothekerin“ mitverantwortlich zeichnet. Im Mittelpunkt der TV-Produktion steht der Dorfpolizist Martin Manz (Albrecht Schuch). Der hat betrunken die Tochter seines besten Freundes überfahren – und versucht, das furchtbare Geschehen zu vertuschen. Hausarzt Dr. Walter Nachtheim (Günther Maria Halmer) hat zu viel gesehen, doch Polizist Manz weiß, wie man Menschen manipuliert und Beweise verschwinden lässt.

„Handball spielen können die verdammt gut“

Als Komparsen suchte Produzentin Sophie von Uslar im Juli vergangenen Jahres eine junge Handballmannschaft – so kamen die HSG-Jungs aus Wolfratshausen und Geretsried ins Spiel. Mehrere Stunden stand das Team in der Wolfratshauser Sporthalle vor der Kamera. „Das war ein einmaliges Erlebnis für unsere Nachwuchsspieler“, sagt HSG-Vorstandsmitglied Heike Schadt. „Die Jungs haben das prima gemacht“, stellt von Uslar fest. „Handball spielen können die verdammt gut. Das ist schon fast zu professionell für unseren Film.“

Düsteres Geheimnis: Dorfpolizist Martin Manz (Albrecht Schuch, re.) hat betrunken die Tochter seines besten Freundes überfahren. Das Mädchen liegt im Koma, Hausarzt Dr. Nachtheim (Günther Maria Halmer, li.) hegt einen Verdacht. An dem TV-Krimi „Der Polizist und das Mädchen“ wirkten junge Handballer aus Wolfratshausen und Geretsried mit. Unser Foto entstand in der Wolfratshauser Sporthalle. Im orangefarbenen Pulli: der renommierte Regisseur Rainer Kaufmann.

Erstmals zu sehen ist der 90 Minuten lange Streifen am 4. Juli um 20 Uhr sowie am 7. Juli um 15 Uhr im Rahmen des Filmfest München. Das Filmfest in der Landeshauptstadt ist eines der größten Sommer-Filmfestivals in Europa und lockt mehr als 2000 Profis aus der nationalen und internationalen Film-, Fernseh- und Medienbranche an. Tickets gibt’s ab 18. Juni, „Der Polizist und das Mädchen“ läuft in der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) am Bernd-Eichinger-Platz 1.

Lesen Sie auch: So viel Wolfratshausen steckt im Kinofilm „Arthur & Claire“

In der Reihe „Neues Deutsches Fernsehen“ konkurrieren 16 Filme um die Gunst der Jury. „Dabei ist der in jüngster Vergangenheit kontrovers diskutierte Begriff Heimat ein zentrales Stichwort“, so die Pressestelle des Filmfests. „Sie steht nämlich nicht nur für die vertraute Wohlfühloase, sondern auch für Provinzialität und soziale Kontrolle, wie etwa der beklemmende Thriller ,Der Polizist und das Mädchen.‘“

Das größte Vergnügen am Drehtag in Wolfratshausen? „Die Kabinenparty mit Bierdusche“, erinnert sich HSG-Akteur Marius (19) mit einem breiten Grinsen. „Natürlich mit alkoholfreiem Bier.“ Trotz der Null-Promille-Party ist der Film mit der Altersfreigabe „ab 18 Jahre“ versehen. Einen Termin, wann der Streifen über die TV-Bildschirme flimmern wird, „gibt es noch nicht“, sagt Elisa Schultz von der ZDF-Abteilung Presse und Kommunikation in Unterföhring. cce

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