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Eine lange Nacht der guten Laune erlebten Wolfratshauser im Mai 2010 beim bislang letzten Band- und Kneipenfestival. Unser Archiv-Foto zeigt die Formation „Alacran“ in der Musik-Cocktailbar Q-Ba’s. Das Lokal wird bei der Neuauflage am 15. September nicht dabei sein – es hat vor einigen Jahren geschlossen. Dafür aber viele andere Wolfratshauser Bars, Kneipen, Cafés und Restaurants. 

Der Termin steht fest

Flößerstadt wird Feiermeile: Im September steigt das Band- und Kneipenfestival

Der Termin steht fest: Am 15. September veranstalten die Wolfratshauser Wirte gemeinsam mit der Stadt ein Band- und Kneipenfestival. Wie zuletzt im Jahr 2010 soll es ein buntes Programm geben. Ein Shuttlebus bringt die tanzenden Gäste von Lokal zu Lokal.

Wolfratshausen – Lange wurde diskutiert, ob eine Neuauflage des einstmals beliebten und erfolgreichen Band- und Kneipenfestivals für die Gastronomen der Flößerstadt zu stemmen wäre. Jetzt haben sich die Wolfratshauser Wirte entschieden: Gemeinsam mit der Stadt veranstalten sie es heuer am 15. September.

Das Kulturamt und die Wirte einigten sich darauf, dass jeder Bar-, Kneipen-, Café- oder Restaurantbesitzer sich eigenständig um Künstler bemüht, die auftreten möchten. Die Akquise verlief laut Stadtmanager Dr. Stefan Werner erfolgreich. „Wir haben 16 feste Anmeldungen von Wirten aus der Stadt bekommen, die sich beteiligen möchten.“ Hinzu kämen zwei Gastronomen, die zwar Interesse gezeigt hätten, sich jedoch noch nicht verbindlich festgelegt hätten.

Der Großteil der Anmeldungen stamme zwar aus der Markstraße, aber es seien auch einige Lokale außerhalb der Innenstadt dabei, so Werner. Er ist optimistisch, dass das Fest ein Erfolg wird. „Es gibt für die Bürger eine große Auswahl, welche Künstler und Restaurants sie besuchen wollen“, sagt der Stadtmanager. Er glaube, dass ein solches Angebot in Wolfratshausen sehr gut angenommen wird.

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Um möglichst für alle Wirte einen erfolgreichen Abend zu gestalten, organisiert die städtische Stabsstelle für Veranstaltungsmanagement, Wirtschaftsförderung und Tourismus ein Gewinnspiel. Jeder Besucher bekommt eine Stempelkarte. „Wenn ich in einem der teilnehmenden Restaurants etwas esse oder trinke, erhalte ich einen Stempel“, erklärt Werner. Wer vier davon gesammelt hat – mindestens einer muss von einem Lokal außerhalb der Altstadt sein – kann an einer Verlosung teilnehmen.

Von A nach B kommen die Kneipen-Gänger mit einem Shuttle-Bus. Anders als bei den Vorläufern des Festivals wird es im Bus keinen Barbetrieb geben. „Wir wollen, dass die Besucher lieber in den Lokalen konsumieren, die sich beteiligen“, argumentiert der Stadtmanager. Den Shuttlebus organisiert die Kommune. Außerdem ist ein Zuschuss für die Gastronomiebetriebe geplant.

Das Band- und Kneipenfestival fand bis 2010 regelmäßig statt und war ein Publikumsmagnet: Bei der bislang letzten Veranstaltung tanzten, tranken und lauschten rund 1200 Besucher unterschiedlichsten Bands und Sängern in zwölf Restaurants. Stefan „Jason“ Thalhammer, Pächter der Chili’s-Tex-Mex-Bar an der Königsdorfer Straße, brachte wie berichtet den Stein für eine Neuauflage ins Rollen.

Dass sich so viele an dem Angebot beteiligen wollen, freut Thalhammer. „Das ist supergeil“, sagt er und glaubt, dass das „eine Superveranstaltung für die Wolfratshauser wird“. Besonders, dass keine der Bars, Cafés und Restaurants Eintritt verlangen, war dem Gastronom ein Anliegen. „Dann kann wirklich jeder das Fest besuchen, ganz egal ob wegen der Musik oder weil er einfach Lust hat, unter Leute zu kommen.“

Das Angebot beim Band- und Kneipenfestival wird breit gefächert sein. In Thalhammers Tex-Mex-Bar sollen die Besucher lateinamerikanisches Lebensgefühl erleben. „Ich habe eine Band gefunden, die stimmungsvolle kubanische Musik spielt“, verrät er. Im Wirtshaus in der Pupplinger Au geht es martialischer zu. „Wir planen ein Mittelalterfest in und um unsere Gaststätte“, kündigt Pächter Andreas Krieger an. Zauberer, passende Musik und authentische Kostüme sollen die Gäste mit in die Vergangenheit nehmen. Laut Krieger wird auch die Speisekarte dem Festival angepasst.

In der Innenstadt beteiligt sich unter anderem die Tagesbar im Wirth-Haus. Betreiberin Angela Buchberger freut sich auf das Fest. „Bei mir tritt wahrscheinlich eine junge Dame aus der Umgebung auf, die eigene Lieder präsentiert.“ Wie das Programm genau aussehen wird, weiß Buchberger noch nicht. Denn: Für alle am Kneipenfestival beteiligten Gastronomie-Betriebe soll es am 15. September denselben – auf die Fahrzeiten des Shuttlebus abgestimmten – Zeitplan geben. „So wollen wir allen Besuchern ermöglichen, viele verschiedene Wirtshäuser zu besuchen und ein möglichst breit gefächertes Bild der Künstler zu sehen“, erklärt Werner. 

Dominik Stallein

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