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Wolfratshausen fördert Balkon-Kraftwerke: „Impuls für die Energiewende“

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Von: Carl-Christian Eick

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Vivian Horngacher, Umwelt- und Klimaschutzmanagerin, sowie Bürgermeister Klaus Heilinglechner.
Werben für das neue Förderprogramm: Vivian Horngacher, Umwelt- und Klimaschutzmanagerin im Wolfratshauser Rathaus, sowie Bürgermeister Klaus Heilinglechner. © Stadt Wolfratshausen

Die Stadt Wolfratshausen fördert ab sofort Balkon-Kraftwerke. Das Angebot richtet sich an Haus- und Wohnungseigentümer sowie Mieter.

Wolfratshausen – Die Stadt geht mit gutem Beispiel voran. Vier kommunale Liegenschaften (das alte Pumpenhaus am westlichen Loisachufer, das Vorder- und Mittelgebäude des Stadtarchivs an der Bahnhofstraße, die Obdachlosenunterkunft an der Münchner Straße und die Kindertagesstätte an der Badstraße) sollen mit einer Photovoltaik (PV) -Anlage nachgerüstet werden. Das beschloss wie berichtet der Bauausschuss des Stadtrats. Zudem setzt die Kommune nach eigenen Angaben „mit einem neuen Förderprogramm einen Impuls für die Energiewende in der Flößerstadt“.

Wolfratshausen fördert Balkon-Kraftwerke: „Impuls für die Energiewende“

Der Startschuss ist schon gefallen, seit dem 1. Oktober wird die Anschaffung von Stecker-Solargeräten, sogenannte Balkon-Kraftwerke, sowie von innovativen Batteriespeichersystemen für Wohngebäude finanziell unterstützt. Das Angebot richtet sich an Haus- und Wohnungseigentümer, an Eigentümergemeinschaften sowie Mieter.

„Die Stadt Wolfratshausen hat 2019 den Klimanotstand ausgerufen und setzt damit einen Anreiz für Bürgerinnen und Bürger, in den Ausbau erneuerbarer Energien zu investieren“, erläutern Bürgermeister Klaus Heilinglechner sowie Vivian Horngacher, Umwelt- und Klimaschutzmanagerin im Rathaus, in einer Pressemitteilung. Das Duo rechnet damit, dass das kommunale Förderprogramm gut angenommen wird. Angesichts der galoppierenden Energiepreise ist die Nachfrage nach Solaranlagen derzeit bundesweit sehr hoch. „Die Investition in die Energiewende lohnt sich dabei doppelt – für das Klima und den eigenen Geldbeutel“, stellt Horngacher fest.

Grundsätzlich sind die Anforderungen der öffentlich-rechtlichen Vorschriften, technischen Baubestimmungen sowie anerkannten Regeln der Technik einzuhalten.

Vivian Horngacher, Umwelt- und Klimaschutzmanagerin im Rathaus.

Der gesetzlich gesetzte Rahmen sieht vor, dass die Stecker-Solargeräte ein bis zwei Module umfassen dürfen, die Standard-Module haben eine Nennleistung von 300 Watt. Die kleinen PV-Anlagen „können tagsüber einen guten Teil der eigenen Grundlast abdecken“, so die Expertin. Auch wenn der Stromertrag unmittelbar vor Ort (Kühlschrank, Waschmaschine, E-Auto) verbraucht wird, müssen die Balkon-Kraftwerke beim Netzbetreiber und der Bundesnetzagentur (www.bundesnetzagentur.de) angemeldet werden. Horngacher: „Grundsätzlich sind die Anforderungen der öffentlich-rechtlichen Vorschriften, technischen Baubestimmungen sowie anerkannten Regeln der Technik einzuhalten.“

Antragsformulare gibt‘s auf der Homepage der Stadt Wolfratshausen

Die Verbraucherzentrale Bayern hat Stecker-Solargeräte als wirtschaftlich bewertet. Demnach produzieren die Mini-PV-Anlagen in der Regel genug Strom, um an sonnigen Tagen einen wesentlichen Teil der Grundlast und die Mittagsspitze eines Haushaltes abzudecken. Auch den Beitrag zum Klimaschutz hat die Verbraucherzentrale beziffert: Etwa 2,5 Tonnen CO2-Ausstoß spart das kleine Solarsystem in 20 Jahren.

Lesen Sie auch: Keine solare Baupflicht in Wolfratshausen

Die detaillierten Infos zum neuen Förderprogramm und alle Antragsformulare finden sich auf der Homepage der Stadt Wolfratshausen zum Herunterladen – sie können aber auch direkt beim Rathaus-Referat Planen und Umwelt per E-Mail an umwelt@wolfratshausen.de bestellt werden. (cce)

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