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Bald beginnt in Wolfratshausen wieder die Floß-Saison.

Beitrag im BR

Fraas-Floßfahrten schaffen’s ins Fernsehen

Floßfahrten auf der Loisach durch Wolfratshausen? Das ist das Bestreben von Kulturreferent Alfred Fraas. Die Sendung „quer“ nahm Fraas‘ Idee jüngst aus Korn.

Wolfratshausen – „Wolfratshausen ist für zwei Sachen bekannt: Edmund Stoiber und Floßfahrten.“ So beginnt der Beitrag im BR-Fernsehen am Donnerstagabend. Die Sendung „quer“ nimmt darin das Bestreben des Kulturreferenten Alfred Fraas aufs Korn. Der CSU-Stadtrat möchte wie berichtet regelmäßige Floßfahrten auf der Loisach durch die Altstadt organisieren – hat aber, so der TV-Bericht, die Rechnung ohne die Wolfratshauser gemacht.

„Ich möchte die Flößerei erlebbar machen“: Kulturreferent Alfred Fraas in der BR-Sendung „quer“. 

„Im Emblem der Stadt steht: ,Die Flößerstadt – erleben‘. Ich möchte die Flößerei erlebbar machen“, erklärt Fraas, der mit herrschaftlicher Musik angekündigt wird, vor laufender Kamera. „Eigentlich eine ganz schöne Idee“, findet der Kommentator, „wären da nicht zwei Probleme.“

Zum einen müssten die Flöße am Kastenmühlwehr eine Rutsche, Baujahr 1993, passieren. Sie wurde vor 25 Jahren für eine halbe Million Mark als Prestigeprojekt angelegt und müsste ertüchtigt werden. Floßmeister Josef Seitner erklärt im Beitrag, warum die Rutsche in den 25 Jahren ihres Bestehens nur vier Mal benutzt wurde: „Die Floßgasse ist total missglückt.“ Die hinabrutschenden Holzgefährte wären in die Loisach „eingetaucht wie ein U-Boot“. Der Stadtrat hat dennoch eine Machbarkeitsstudie zur Wiederinbetriebnahme des Bauwerks auf den Weg gebracht. Kostenpunkt: rund 22 000 Euro.

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Der Ausgang der Studie ist zwar noch ungewiss. Klar scheint aber: Selbst wenn man die Rutsche wieder nutzen kann, „wollen die Flößer überhaupt nicht durch Wolfratshausen durchfahren“, so der BR-Bericht. Schließlich würden die Fahrten durch die Loisachstadt alleine rund eineinhalb Stunden beanspruchen. „Dann brauchen wir siebeneinhalb Stunden bis nach München“, sagt Seitner. „Das ist den Leuten zu lang.“

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Auch unter Wolfratshausern scheint Fraas’ Vision nicht sonderlich beliebt zu sein. „Schmarrn“ nennt ein Passant im Interview das Vorhaben. „Ich halte das nicht für eine gute Idee“, meint ein anderer. „Das Geschrei und den Trubel mitten in der Stadt“ möchte ein dritter nicht erleben.

Fazit des Berichts: „Alfred Fraas hat den Stadtrat hinter sich. Jetzt fehlen nur noch alle anderen.“

Infos im Internet:

www.quer.de

Dominik Stallein

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