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Ewald Brückl und Paul Brauner wurde kürzlich die Wolfratshauser Bürgermedaille verliehen. In seinem Dankeswort appellierte Brauner für mehr Wertschätzung für ehrenamtliche Tätige.

„Es lohnt sich, sich für die Menschen und die Stadt einzusetzen“

„Freiheit bedeutet Verantwortung“: Mehr Wertschätzung für Ehrenamt gefordert 

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Ewald Brückl und Paul Brauner wurde kürzlich die Wolfratshauser Bürgermedaille verliehen. In seinem Dankeswort appellierte Brauner für mehr Wertschätzung für ehrenamtliche Tätige.

WolfratshausenNach der Verleihung der Bürgermedaille sei er um „ein kurzes Dankeswort“ gebeten worden. Wer ihn kenne, der wisse, dass dies ein Widerspruch in sich sei, meinte Paul Brauner am Dienstagabend im Sitzungssaal des Rathauses selbstironisch. Für ihn sei ehrenamtliches Engagement eine Verpflichtung, erklärte der frischgebackene Bürgermedaillenträger. Er sei kein „Zuschauer-Demokrat“, der denen, „die sich abrackern, zuschaut und sie kritisiert“. Brauner würde sich wünschen, dass der Bürger – statt lautstark auf seine Rechte zu pochen – sich für die Gesellschaft engagiert.

Paul Brauner

Der Ex-Stadtrat nahm auch die Räte in die Pflicht: Eine Mitgliedschaft bei den Freunden der Kreisklinik, bei der Stadtkapelle oder einem anderen Wolfratshauser Verein müsse für jeden Mandatsträger selbstverständlich sein. Er bedaure, dass mancher Stadtrat das Angebot der Vereine und Organisationen, „die zum Lebensgefühl in unserer Stadt beitragen“, nicht wertschätzen würde. Löblich dagegen sei der Vorstoß der SPD-Fraktion, den Ehrenamtlichen künftig mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung zukommen zu lassen als bisher. Brauner regte in diesem Kontext eine Neuauflage des „Tag des Ehrenamtes“ in der Stadt an.

„Es lohnt sich, sich für die Menschen und die Stadt einzusetzen“, betonte Brauner. „Nicht, um eine Medaille zu bekommen“, schob er nach – und konnte sich den Seitenhieb nicht verkneifen, dass fünf Stadträte in nicht-öffentlicher Sitzung dagegen gestimmt hätten, ihn mit der Bürgermedaille auszuzeichnen.

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„Freiheit bedeutet Verantwortung“: Dies sei seine Maxime, erklärte der 76-Jährige. Wenn jeder seine ganz individuellen Fähigkeiten und Kenntnisse einbringe, „wenn jeder einen Beitrag leistet, ist es um unsere Heimat nicht schlecht bestellt“.

Beim Blick durch die politische Brille hat Brauner eine „sehr bedenkliche“ Entwicklung ausgemacht: Die Ortsverbände der Parteien würden „händerringend“ nach potenziellen Kandidaten für die Kommunalwahl 2020 suchen. Darüber hinaus sei es ihm völlig unverständlich, dass 2014 nurmehr etwas mehr als die Hälfte der Wolfratshauser von ihrem Wahlrecht Gebrauch machten. cce

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