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Wohin des Weges? Bei der Antwort auf diese Frage sollen Wegweiser helfen, die jetzt in Wolfratshausen stehen. (v. re.) Tourismusmanagerin Gisela Gleißl, Bürgermeister Klaus Heilinglechner sowie Dietlind Diepen und Ernst Gröbmair vom Verein Lebendige Altstadt orientierten sich nach der Vorstellung des neuen Leitsystems Richtung Altstadt.

Der Stadtplan bleibt zu Hause

Wolfratshausen hat ein Fußgänger-Leitsystem

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Wolfratshausen – Seit wenigen Tagen sind sie Teil des Wolfratshauser Stadtbilds: die Schilder des Fußgänger-Leitsystems. Gestern wurden die Wegweiser offiziell vorgestellt - als Teil der „Tourismusförderung“.

Bahnhof: 660 Meter. Loisachhalle: 130 Meter. Rathaus: 80 Meter. Das steht unter anderem auf den Schildern des Wegweisers am Sebastianisteg. Ergänzt werden diese Hauptziele durch Hinweise auf das, was den Spaziergänger auf seinem Weg noch so alles erwartet: Panoramablick und Rathaus in der einen, Alte Floßlände und Bücherei in der anderen Richtung. Diese Hinweise gibt es sowohl schriftlich als auch in Form von Piktogrammen. Gestern stellten Bürgermeister Klaus Heilinglechner, Tourismusmanagerin Gisela Gleißl, Bauamtsmitarbeiter Wolfgang Mucha sowie Dietlind Diepen und Ernst Gröbmair vom Verein Lebendige Alttadt Wolfratshausen die neuen Orientierungshilfen vor.

24 Hauptwegweiser mit 106 Schildern

Sie bestehen aus 24 Hauptwegweisern mit 106 Schildern sowie elf Zwischenwegweisern mit 19 Schildern. Fast alle wurden an bereits existierenden Pfosten befestigt, nur in vier Fällen mussten neue aufgestellt werden. Die Wegweiser stehen ganz nah bei denen für die Radfahrer. „Das ist Absicht, weil die Informationen nicht nur für Fußgänger hilfreich sein sollen“, erläuterte Gisela Gleißl. Man habe sogar extra eine größere Schrift gewählt, damit zumindest die Hauptziele auch für Autofahrer erkennbar sind. Die Beschilderung ist in vier Kategorien aufgeteilt, denen jeweils eine Farbe zugeordnet ist: Weiß steht für öffentliche Einrichtungen wie den Bahnhof, Blau für die Flüsse, Rot für die Innenstadt und Grün für touristische Attraktionen wie den Berg- und den Märchenwald. Die Kosten beziffert Gleißl auf 22 000 Euro. Die Hälfte davon kommt von der Städtebauförderung.

Großen Anteil hatten die Wolfratshauser Vereine

Großen Anteil an der Entwicklung des Systems hatten Dietlind Diepen und Ernst Gröbmair vom Verein Lebendige Altstadt Wolfratshausen. Sie versetzten sich in die Situation von Fremden und versuchten so die Frage zu beantworten, wo die Schilder stehen und auf was sie alles hinweisen sollten. Nun erfährt man also bereits am S-Bahnhof, wie weit es bis zum Märchenwald ist und kann sich am Marienplatz überlegen, ob man den Weg zur Kapelle auf dem Kalvarienberg auf sich nehmen möchte.

„Das ist ein wichtiger Schritt für die Tourismusförderung“, sagte Rathauschef Heilinglechner. „Die Besucher unserer Stadt sollen sich schnell und problemlos zurecht finden können.“ Den guten alten Stadtplan könne man jetzt getrost zu Hause lassen. Dank des neuen Orientierungssystems werde endlich auch sichtbar, welche Rolle die Flößerei in Wolfratshausen spielt. Das Piktogramm dafür haben Gleißl zufolge die Planer extra entworfen. Und wenn weitere Attraktionen hinzukommen, ist auch das kein Problem. „Die Wegweiser können durch Einhängschilder ohne weiteres ergänzt werden“, erläutert Gisela Gleißl.

fla

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