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U18-Wahl: Die Jugendlichen durften ihre Stimme abgeben (Symbolfoto).

Ergebnis liegt vor

Jugendkommunalwahl: So hätten die 12- bis 17-Jährigen entschieden

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    Andreas Steppan
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Nicht nur die Erwachsenen durften wählen: Auch die Jugendlichen konnten abstimmen. Das Ergebnis beeinflusst zwar nicht das Ergebnis, sagt aber einiges aus.

Bad Tölz-Wolfratshausen – 16 Prozent der stimmberechtigten Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren haben sich an der Jugendkommunalwahl im Landkreis beteiligt. Die Ergebnisse – mit Ausnahme der Entscheidungen, für die noch eine Stichwahl aussteht – wurden auf der Internetseite www.kjr-toel.de veröffentlicht. In vielen Fällen sind sie gar nicht weit von den Resultaten der „echten“ Wahl entfernt. Kreisjugendpflegerin Verena Peck zeigt sich „zufrieden und stolz“, dass die Aktion 1135 Jugendliche motiviert hat, „sich ernsthaft mit dem Thema auseinanderzusetzen und auch zu wählen – ohne dass der Wahlvorgang durch die Schulen organisiert war“. Die Wahlbeteiligung möge auf den ersten Blick niedrig wirken. Sie sei aber im Vergleich mit vergleichbaren Online-Abstimmungen „durchaus beachtlich“. Peck bezeichnet die Jugendkommunalwahl als „bildungspolitischen Meilenstein“. Einige Ergebnisse im Einzelnen.

Dietramszell

Die Erwachsenen verhalfen Bürgermeisterkandidat Josef Hauser (Freie Wählergemeinschaft) auf Anhieb zur absoluten Mehrheit. Die Jugendlichen hätten ihn mit 44,9 Prozent aber in die Stichwahl gegen Ludwig Gröbmaier (CSU, 26,5) geschickt. Fabian von Xylander (Grüne/Parteifreie/SPD) bekam 24,5 Prozent.

Egling

Amtsinhaber Hubert Oberhauser (Freie Wähler) setzte sich bei den Jugendlichen ebenso deutlich durch wie bei den Erwachsenen. 62,7 Prozent der Stimmen holte er. Herausforderer Florian Sperl (CSU) kam auf 37,3 Prozent.

Eurasburg

67,5 Prozent der Jugendlichen sprachen Amtsinhaber Moritz Sappl (Gemeinsame Wählervereinigung) das Vertrauen aus. Carola Belloni (Grüne) holte mit 32,5 Prozent rund zehn Prozent mehr als bei den Erwachsenen.

Geretsried

In Geretsried entschied sich die Mehrheit der Jugendlichen für den Amtsinhaber. Allerdings müsste CSU-Bürgermeister Michael Müller (48,4 Prozent) in die Stichwahl mit Martina Raschke von den Grünen (34,5 Prozent). Wolfgang Werner (SPD) holte 7,8 Prozent der Stimmen), Larry Terwey (FDP) 6,0 Prozent. Interessant wäre die Sitzverteilung im Stadtrat: Grüne elf, CSU und Freie Wähler je sechs, SPD vier, FDP und Geretsrieder Liste je ein Sitz.

Icking

Auch im Ickinger Gemeinderat wären die Grünen in der Mehrheit, wenn es nach der Jugend geht (6 Sitze). SPD, PWG und CSU kommen auf je 2, UBI auf 3 Sitze. Das Ergebnis der Bürgermeisterwahl wird erst nach der Stichwahl am Sonntag bekannt gegeben.

Königsdorf

74,0 Prozent gab es für den einzigen Bürgermeisterkandidaten Rainer Kopnicky (CSU).

Münsing

Amtsinhaber und einziger Bürgermeisterkandidat Michael Grasl (Freie Wähler) erhielt auch bei der Jugendkommunalwahl über 80 Prozent. 82,4 Prozent stimmten für ihn.

Wolfratshausen

Das Ergebnis der Bürgermeisterwahl wird erst nach der Stichwahl am Sonntag bekannt gegeben. Für den Stadtrat steht aber schon mal fest: Die Grünen würden von der Jugend elf Sitze bekommen. Es folgen BVW (5), CSU (3), SPD (2), FDP und Wolfratshauser Liste (je 1). Die AfD hatte bei den Jugendlichen keine Chance.

Kreistag

Den Grünen sprechen die jugendlichen Wähler im Kreistag 24 von 60 Sitzen zu, es folgen CSU (14), Freie Wähler (10), SPD (3), ÖDP (3), Bayernpartei (2), FDP, Linke und AfD (je 1).  sw/ast

Alle Infos und Ergebnisse zur Kommunalwahl 2020 im landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen finden Sie hier.

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