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Das Weihnachtsgeschäft lief laut dem Handelsverband Bayern im gesamten Freistaat heuer s chleppend an. Unterm Strich sind viele Einzelhändler in Wolfratshausen und Geretsried mit dem Umsatz jedoch zufrieden. Dazu zählen Elisa Simmer (li.) und Birgit Schiller von Spielwaren Krömer in Geretsried.

Schwacher Start, furioses Ende

So lief das Weihnachtsgeschäft heuer

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Die Einzelhändler in der Region sind mit Weihnachtsgeschäft zufrieden. Dafür sorgten unter anderem das Wetter und die neue Geretsrieder Tiefgarage.

Wolfratshausen/Geretsried – Der Start war mau, das Finale furios: Unter dem Strich sind viele Ladeninhaber in Wolfratshausen und Geretsried mit dem Verlauf des Weihnachtsgeschäfts zufrieden.

Elisa Simmer fühlte sich Anfang Dezember fast schon etwas einsam bei Spielwaren Krömer in Geretsried: „Wir haben die Kunden vermisst“, berichtet die Auszubildende auf Nachfrage unserer Zeitung. Erst „relativ spät“ sei die Nachfrage gestiegen. Aber in der heißen Phase sei sie so stark gewesen, dass man summa summarum doch noch von einem „guten Weihnachtsgeschäft“ sprechen könne.

Für einen Umsatzschub sorgte die ZDF-Sendung „Wetten dass?“, in der das Familienspiel „Drop it“ vorgestellt wurde. „Ab diesem Zeitpunkt war das Spiel sehr beliebt“, sagt Simmer. Als Verkaufshit erwies sich auch das Reaktionsspiel „Monsterjäger“. Ebenfalls den Nerv der Kinder und ihrer Eltern trafen die Heidi-Edition von Playmobil und alle Produkte, die mit der Fernsehsendung „Paw Patrol“ zu tun haben: „Da stehen vor allem die kleineren Buben drauf“, weiß Spielwaren-Krömer-Mitarbeiterin Simmer. Und dann gibt es noch einige Produkte, die zeitlos aktuell sind – Puppen für Mädchen, Modellautos für Buben.

Keinen Grund zur Klage hat die Wolfratshauser Goldschmiedemeisterin Susanne Döbler: „Das Weihnachtsgeschäft ist gut gelaufen, ich bin zufrieden.“ Egal ob Ringe, Halsketten oder Ohrschmuck: „Alles ist nachgefragt worden, ich kann gar nicht sagen, für was sich die Kunden am meisten interessiert haben.“ Auffällig sei, dass der Trend wieder hin zu den von ihr selbst angefertigten Produkten gehe, so die Goldschmiedemeisterin.

Etwas weniger euphorisch blickt Gunter Horn auf die Advents- und Weihnachtssaison zurück. „Es ging schon“, sagt der Inhaber des Geschäfts Juwelier Varga in Geretsried: „Wir haben von allem ein bisschen was verkauft.“ Da momentan ein Räumungsverkauf wegen Geschäftsumzugs läuft, könne das diesjährige und letztjährige Weihnnachtsgeschäft aber nicht miteinander verglichen werden.

Eine konkrete Bilanz hat bereits Ingrid Schnaller von der Wolfratshauser Raritätenstube gezogen: „Ich bin zufrieden, es lief besser als im vergangenen Jahr.“ Gleich ob Bilder, Keramiken oder Kunstgegenstände – die Kunden hätten sich „querbeet für alles interessiert“. Hilfreich sei das meist trockene Wetter in den vergangenen Wochen gewesen: „Vielleicht haben viele Leute deshalb auf das Bestellen im Internet verzichtet“ und stattdessen den stationären Handel angesteuert.

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Nach Ansicht von Frederik Holthaus war die neue, zentrale Tiefgarage unter dem Karl-Lederer-Platz in Geretsried ein Schlüssel zum Erfolg: „Die hat uns gut getan“, sagt der Geschäftsführer Isar-Kaufhauses. „Wir haben in der Weihnachtszeit viele neue Gesichter gesehen.“ Holthaus bestätigt den Eindruck von Krömer-Mitarbeiterin Simmer: Weihnachtsgeschenke würden zunehmend später gekauft.

pr

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