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Wohin mit den parkenden Autos? Am Hatzplatz könnte ein Parkdeck entstehen. Doch wie es aussehen soll, darüber gehen die Meinungen in der Politik aus einander. 

Grüne gegen Parkdeck

„Hatzplatz nicht das Blechlager der Altstadt“

In der seit Monaten schwelenden Diskussion um die Parkraumsituation in der Loisachstadt haben die Wolfratshauser Grünen in ihrer jüngsten Ortsversammlung erneut klar Position bezogen. „Wir sehen nicht ein, dass der Hatzplatz das Blechlager der Altstadt werden soll“, sagte Sprecherin Annette Heinloth. 

Wolfratshausen Damit wandte sie sich gegen Pläne der Bürgervereinigung, die dort ein dreistöckiges Parkdeck bauen möchte. „Wir werden versuchen zu vermeiden, dass da jetzt ein massives, mehrgeschossiges Gebäude entstehen soll, ohne dass man sich über den Umgriff Gedanken macht.“

Heinloth räumte ein, dass sich mangels Alternativen der Hatzplatz als einziger Standort für ein Parkdeck herauskristallisiere. Doch die Vorstellung von rund 150 Parkplätzen am Loisachufer schreckt die Grünen. Heinloth sagte, dass ihrer Partei die sogenannten Gärnter-Pläne sehr gut gefallen hätten. Ende 2013 hatte der Grafiker und zeitweilige SPD-Vorsitzende Hans Gärtner ein Konzept vorgelegt, mit dem ohne Parkhaus 40 zusätzliche Stellplätze möglich wären. Die Pläne – die allerdings nicht den Zuspruch des Stadtrats fanden – hätten eine „städtebaulich sinnvolle Umgestaltung bedeutet“. Jetzt wollen die Grünen wenigstens dafür kämpfen, dass der Aspekt der städtebaulichen Einbindung erhalten bleibt. Auch, weil es nur dann finanzielle Förderung gebe, wenn man den Komplex städtebaulich attraktiv gestalte. „Wenn man da nur ein Parkdeck hinbaut, wird man nichts bekommen“, so Heinloth.

Rudi Seibt monierte, dass sich die aktuelle Planung auf einen uralten Bebauungsplan stütze. „So hat man eben vor 40 oder 50 Jahren gedacht.“ Er und seine Parteikollegen haben sich über die Straßenführung vor Ort Gedanken gemacht. Ihr Vorschlag: „Wenn man die Barbezieuxstraße an der Feuerwehr vorbei in die Straße Am Bach einleitet, hätte man den Schleichverkehr aus der Barbezieuxstraße verbannt und zusätzlich Grünfläche gewonnen“, sagte Hans Schmidt. Zudem werde auf diese Weise die derzeit „ungute Situation für Schulkinder und alte Leute“ beim Überqueren der zwölf Meter breiten Einmündung der beiden flankierenden Straßen in die Johannisgasse entschärft. Heinloth betonte: „Es gibt dazu einen gültigen Beschluss, dass dort 50 Parkplätze mehr geschaffen werden sollen – und wir meinen, dass man sich daran auch halten sollte.“ Grundsätzlich gehe es ihrer Partei darum, dass der Hatzplatz umgestaltet, die Verkehrssituation verbessert – und endlich die Umgestaltung des Westufers in Angriff genommen wird.

Rudi Stallein

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