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Viel Geld für Nichts haben die Pläne der Stadt Wolfratshausen bezüglich der Notunterkünfte verschlungen.

Weniger Flüchtlinge für Wolfratshausen

Heilinglechner will Geld zurück

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Wolfratshausen – Die Planung für Asyl-Unterkünfte kostete die Stadt Wolfratshausen einen sechsstelligen Betrag. Jetzt werden die Unterkünfte nicht mehr benötigt.

Die Flößerstadt fordert einen sechsstelligen Euro-Betrag vom Freistaat. So viel Geld haben die Planungen für fünf weitere Asylunterkünfte in Wolfratshausen bislang gekostet, sagt Bürgermeister Klaus Heilinglechner. Die Unterkünfte werden nach der Kehrtwende bei der Unterbringung von Flüchtlingen aber nicht mehr benötigt (wir berichteten). Heilinglechner hofft nun, dass die Regierung von Oberbayern die entstandenen Kosten trägt. Eine entsprechende Aufstellung habe die Verwaltung angefertigt und abgegeben. Jetzt warte man auf eine Reaktion. Sollte die negativ ausfallen, „werde ich das Geld notfalls einklagen“, sagte der Bürgermeister am Dienstag im Gespräch mit unserer Zeitung.

Wolfratshausen habe bisher im Sinne der Regierung gearbeitet, mehrere Gespräche geführt und zügig gehandelt. Die Abmachung war laut Heilinglechner, dass der Freistaat Mietverträge für die Unterkünfte unterzeichnet, sobald die Baugenehmigungen vorliegen. Diese Verabredung sei nun nichtig. Laut dem Rathauschef geht es um fünf Projekte: Für die zwei mobilen Unterkünfte am Förgenweg und der Zugspitzstraße sowie die zwei dezentralen Unterkünfte in Holzständer- und Steinbauweise an der Bahnhof- und der Auenstraße lägen die Bauanträge bereits beim Landratsamt in Bad Tölz. Beim fünften Projekt an der Sauerlacher Straße 15 habe man den Planungsauftrag „noch stoppen können“.

Heilinglechner kritisiert das Vorgehen der Regierung massiv. Zunächst habe man Druck auf die Kommunen ausgeübt, schnell zu handeln und Wohnraum für Asylbewerber zu schaffen. Jetzt plötzlich brauche man die Unterkünfte nicht mehr. „Das ewige Hü und Hott ist keine Lösung“, sagt er. Sollte Wolfratshausen irgendwann noch einmal aufgefordert werden, mehr Unterkünfte zu schaffen, werde er „nicht mehr mitspielen. Bisher haben wir uns freiwillig engagiert.“

Denkbar sei nun, dass die Stadt Projekte für den sozialen Wohnungsbau vorzieht. Ursprünglich war angedacht, die drei neuen dezentralen Unterkünfte zehn Jahre lang für Asylbewerber bereitzuhalten und umschließend in Sozialwohnungen umzubauen. Diese Nutzung könnte nun eventuell vorgezogen werden. Der Bürgermeister will darüber demnächst mit dem Stadtrat diskutieren. dor

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