Ein Tupfer für den Abstrich.
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Noch wird an der Kreisklinik getestet. Die Fieberambulanz muss aber demnächst schließen.

Erweiterung des Impfzentrum

Hier wurden Patienten auf Corona-Virus getestet: Jetzt wird die Ambulanz geschlossen

Wer Symptome hat, lässt sich auf Corona testen. Viele nutzten die Fieberambulanz in Wolfratshausen. Die wird bald geschlossen, weil mehr Menschen geimpft werden.

Wolfratshausen – Landrat Josef Niedermaier rechnet mit einem „Impfstoff-Tsunami“. Aus diesem Grund werden im Wolfratshauser Impfzentrum an der Gebhardtstraße mehr Räume benötigt – deshalb schließt die Infektambulanz in der Kreisklinik zum 5. März. Hier wurden Menschen mit Corona-Symptomen auf das Virus getestet. Bei der Abwägung beider Einrichtungen mit Blick auf die Pandemiebekämpfung, „hat man dem Impfzentrum den Vorrang gegeben“, erklärt die Pressesprecherin des Landratsamts, Marlis Peischer, auf Nachfrage unserer Zeitung.

Die Infektambulanz, auch Fieberambulanz genannt, nehme derzeit täglich von zehn bis 20 Patienten Abstriche. Wer sich künftig im Landkreis auf Corona testen lassen will oder muss, hat verschiedene Alternativen: Erkrankte, die Corona-Symptome haben, werden laut Peischer grundsätzlich in den Arztpraxen untersucht und behandelt. „Für alle anderen steht das Testzentrum in Bad Tölz zu Verfügung“, sagt die Behördensprecherin. Dazu zählen Personen, „denen aus Gründen der Infektionskontrolle Abstriche durch das Gesundheitsamt angeordnet werden, oder auch Abstriche, die für bestimmte Vorhaben benötigt werden“. Auch einzelne Arztpraxen würden dies anbieten.

Möglicherweise wird dem Ärzteteam um Dr. Jörg Lohse, der die Infektambulanz in der Loisachstadt betrieben hat, nach der Schließung eine andere Räumlichkeit zur Verfügung gestellt: „Grundsätzlich wird über eine Art der Fortführung nachgedacht“, sagt Peischer. In der Gruppe der Ärzte, die die Infektambulanz betreibt, würden derzeit Optionen erörtert. „Die Infektionslage im Landkreis wird letztendlich auch mit das Tempo dieser Überlegungen bestimmen.“

Problem: Impflinge und Kranke begegneten sich

Optimal war der Standort direkt neben dem Impfzentrum in den Augen vieler Bürger ohnehin nicht: „In der Praxis wurde schnell deutlich, dass es im Treppenhaus zu einer Überschneidung der Impflinge und an Erkältungssymptomen leidenden Patienten kommen kann“, bestätigt Marlis Peischer. Das Landratsamt habe daraufhin ein Ampelsystem installiert, um Begegnungen dieser Personengruppen zu vermeiden. Landrat Josef Niedermaier rechnet damit, dass künftig mehr Impfungen in Wolfratshausen erfolgen können. dst

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