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Das Hortproblem in Wolfratshausen wurde im Hauruck-Verfahren gelöst.

30 Plätze fehlten

Hortproblem in Wolfratshausen: Es gibt gute Nachrichten für die Eltern

Anfang des Jahres hatte der Kinder- und Jugendförderung (KJFV) gemeldet, dass für das kommende Schuljahr rund 30 Plätze in der Nachmittagsbetreuung fehlen. Doch jetzt gibt es gute Neuigkeiten für die Eltern. 

Wolfratshausen – Im Hauruck-Verfahren das Hortproblem gelöst: Anfang des Jahres hatte der Kinder- und Jugendförderung (KJFV) gemeldet, dass für das kommende Schuljahr rund 30 Plätze in der Nachmittagsbetreuung fehlen. Am Donnerstag hatte er gute Neuigkeiten: Eine neue Gruppe in der ehemaligen Landwirtschaftsschule sorgt für genügend Kapazitäten. Ein Angebot für minderjährige Flüchtlinge muss im Gegenzug eingestellt werden.

„Uns war klar, dass das kommende Schuljahr eine große Herausforderung wird“, erklärte KJFV-Chef Fritz Meixner in einem Pressegespräch. Bereits im Oktober hatte er im Sozialausschuss gewarnt, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen für Schulkinder ansteigen werde. Der Verein traf Vorkehrungen: Anders als in den Jahren zuvor wurden die Eltern bereits im Januar kontaktiert, um ihre Kinder für Nachmittagsangebote einzuschreiben. Das Ergebnis: Es fehlten 30 Plätze. „Seitdem haben wir gemeinsam mit der Stadt konstruktiv und mit Hochdruck an Lösungen gearbeitet.“

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Haben an einem Strang gezogen: (v. li.) Bürgermeister Klaus Heilinglechner, Inselhaus-Chefin Angelika Schmidbauer, KJFV-Vorstand Franz Gehring, Hort-Chefin Anja Büchl, KJFV-Mitarbeiterin Eva Bruschek und KJFV-Geschäftsführer Fritz Meixner.

Nun konnte Meixner eine Lösung präsentieren: In der ehemaligen Landwirtschaftsschule an der Bahnhofsstraße wird eine neue Hortgruppe gebildet. An diesem Standort werden bereits 30 Kinder betreut. „Wir schaffen hier ein richtiges Zentrum der Kinderbetreuung“, erklärte KJFV-Vorstand Franz Gehring. Zusammen mit der sechsgruppigen Kindertagesstätte, die 2019 in unmittelbarer Nachbarschaft eröffnen wird, seien „Kinder von eins bis elf Jahren“ künftig an einem Ort.

In den Räumlichkeiten, die der KJFV nutzen wird, ist derzeit die Wohngruppe „unisono“ für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge untergebracht. Angelika Schmidbauer, Geschäftsführerin der Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe, die die Gruppe betreibt, erklärte: „Die sechs Jugendlichen, die dort im Moment leben, werden in anderen Angeboten des Inselhauses oder anderen Institutionen untergebracht.“ Zu Höchstzeiten lebten neun minderjährige Flüchtlinge in der Gruppe. Die Situation hat sich gewandelt: „Der große Flüchtlingsstrom ist abgeebbt und viele Asylbewerber, die als Jugendliche kamen, sind inzwischen erwachsen und in normalen Unterkünften untergebracht“, erklärte Landratsamts-Mitarbeiter Ulrich Reiner.

Der Stadtrat hat den Plänen laut Bürgermeister Klaus Heilinglechner bereits „grünes Licht gegeben“. Der Kommune sei es wichtig gewesen, „dass die Jugendlichen von ,unisono‘ in anderen Institutionen untergebracht werden“. Auch wenn noch einige Detailfragen – zum Beispiel die personelle Ausstattung und bauliche Maßnahmen – zu klären seien, hält Fritz Meixner die Lösung für eine „Win-Win-Situation“. Er sagte: „Viele Eltern waren sehr nervös wegen des Platzmangels. Mit dieser Lösung schaffen wir es, den Bedarf zu decken.“

Dominik Stallein 

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