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Der neu gewählte TSV-Vorstand: (v. li.) Ralf Maar, Toni Holzer, Daniel Götz und Alfred Barth. Es fehlen Angelika Forster und Georg Eusemann.

Hauptversammlung der TSV-Leichtathletiksparte

Warum das Isar-Loisach-Stadion für Leichtathletik-Meisterschaften untauglich ist?

In der Hauptversammlung der Wölfe-Leichtathleten klagt Abteilungsleiter Alfred Barth über mangelndes Equipment. 

Wolfratshausen – Die Leichtathletik-Abteilung ist die zweitgrößte Sparte des TSV Wolfratshausen. Sie hat derzeit 256 Mitglieder, davon 105 Kinder und Jugendliche. „Sie ist bereits in vielerlei Hinsicht wieder sehr erfolgreich in die neue Saison gestartet“, berichtete Abteilungsleiter Alfred Barth in der Jahresversammlung im Sportheim. Auch Neuwahlen standen auf dem Programm.

In seinem Resümee kam Barth auf die Erfolge des vergangenen Jahres, die „sehr guten Platzierungen auf oberbayerischer und hervorragenden Ergebnissen auf nationaler Ebene“ zu sprechen. Diese sind laut dem Abteilungsleiter auch der guten Arbeit der Trainer, freiwilligen Helfer sowie der Sponsoren geschuldet. Besonders stolz mache ihn, dass die Sparte über einige Jahre hinweg bei ‚Sterne des Sports‘ und der Sportlerehrung der Stadt Wolfratshausen die meisten Nominierungen abgegeben und damit erfolgreich Werbung für ihren Sport gemacht hat.

Bei allen Freuden über die funktionierende Abteilung machten Barth die kritischen Äußerungen mancher Wolfratshauser zu schaffen, weil keine Großveranstaltungen mehr wie früher stattfinden. „Natürlich haben wir ein wunderschönes Stadion mit sanierten Bahnen“, sagte der Spartenchef. Aber man dürfe nach der Vorgabe des Bayerischen Leichtathletikverbands (BLV) keine Meisterschaften ausrichten. „Auch wenn wir auf eigene Kosten vier von sieben erforderlichen Hürden angeschafft haben.“ Dies gelte nicht nur für Deutsche und Internationale Meisterschaften. Selbst Bayerische und die Kreismeisterschaften „dürfen wir nicht mehr ausrichten“, erläuterte Barth.

So fehle dem Schulsportplatz eine „wettkampftaugliche elementare“ Grundausstattung, die selbst bei einer Bahneröffnung oder Abendsportfesten, geschweige denn Meisterschaften, gefordert werde. Das sind laut Barth elektronische Zeitmessung und Windmesser sowie eine Zielmess-Kamera. Dabei wären diese Geräte unproblematisch zu installieren, nachdem bei der überfälligen Sanierung der Laufbahnen Leerkanäle angelegt worden waren. Die Kosten hierfür bezifferte er auf etwa 15 000 Euro. „Peanuts“ im Vergleich zu einer Tribüne und einer neuen LED-Flutlichtanlage. Diese soll rund 250 000 Euro kosten. Auch eine elektronische Wettkampfwaage für Kugelstoß und Diskuswurf müsse vorhanden sein. Selbst nachdem die Leichtathletik-Abteilung zugunsten des Fußballfelds auf den vorhandenen Diskuswurfring verzichtet hätte, sei diese Investition notwendig, da auch die „Kugeln vor dem Wettkampf überprüft werden müssen, selbst wenn das Gewicht darauf steht“. So sei ein derartiger Standort von BLV-Hauptwettkampfrichter Michael Funk verworfen worden, da bei der Kugelstoßanlage mangels Platz weder ein „Wurfsicherungskäfig“ stehen kann noch das Wurfsegment wegen des angrenzenden Waldes ausreichend ist.

Problemlos ging die anschließende Wahl der Vorstandsmitglieder über die Bühne. Einstimmig gewählt wurden Alfred Barth als Abteilungsleiter und Zuständiger für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit, Ralf Maar (Zweiter Abteilungsleiter, Sportorganisation und Pressesprecher), Toni Holzer (Sportjugendwart und Homepage), Daniel Götz (Schriftführer und zuständig für Statistik/Homepage), Angelika Forster (Kassierin) sowie Georg Eusemann (Kassenprüfer). 

gbm

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