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Stefanie Kastner, Initiatorin von Surfing Wolfratshausen, hier mit Marcus Kastner, hofft auf ein positives Ergebnis für die Surfwelle.

Am Dienstag entscheidet der Stadtrat

Interview mit Vorsitzender von Surfing Wolfratshausen: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“

Erneut steht die Surfwelle für Weidach auf der Kippe. Am Dienstag entscheidet der Stadtrat. Stefanie Kastner, Initiatorin der Surfwelle, erklärt, warum sie trotzdem auf ein positives Ergebnis hofft.

Wolfratshausen – Die geplante Surfwelle in Weidach steht erneut auf der Kippe, weil die Leader-Förderung niedriger ausfällt als erwartet. 65 000 Euro mehr müsste der Stadtrat bewilligen als beschlossen – die CSU hat bereits klar gestellt, dass sie an der Deckelung des Zuschusses von 400 000 Euro nicht rütteln wird. Im Gespräch mit unserem Mitarbeiter Dominik Stallein erklärt die Initiatorin der Surfwelle, Stefanie Kastner, warum sie trotzdem auf ein positives Ergebnis hofft.

Frau Kastner, mit welchen Gefühlen blicken Sie auf die Stadtratssitzung am Dienstag?

Wir sind natürlich sehr gespannt, wie die Entscheidung ausfallen wird. Als Sportverein sind wir aber politisch neutral und respektieren selbstverständlich die Haltungen von Personen oder Parteien, die sich gegen die Welle aussprechen. Wir wissen aber auch, dass es in allen Parteien wie in der Bevölkerung quer durch alle Altersgruppen viele begeisterte Befürworter der Welle gibt. Bei den bisherigen Abstimmungen im Stadtrat haben sich alle Fraktionen immer sehr deutlich für die Welle ausgesprochen. Wir haben im Vertrauen auf diesen politischen Rückhalt weiter an der Umsetzung des Projekts gearbeitet und in den vergangenen Monaten nochmals viel Zeit investiert, zum Beispiel für die Planung des Betriebs und dessen Finanzierung. Natürlich hoffen wir sehr auf ein positives Ergebnis am Dienstag.

Ihr Verein hat bereits einiges an Spendengeldern gesammelt. Wäre es denkbar, dass er den fehlenden Betrag selbst stemmen könnte?

Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Dank zahlreicher Unterstützer aus der Bevölkerung und regionaler Firmen hat der Verein einen Beitrag zu den Baukosten in Höhe von über 61 000 Euro erreicht. Bis vor Kurzem war die Finanzierung des Wellenbaus gesichert, und es gab für uns keinen Anlass, um weiter auf mögliche Spender zuzugehen. Es bedeutet für potenzielle Geldgeber einen Unterschied, ob sie den Surfverein beim Betrieb der Welle unterstützen oder geplatzte staatliche Fördergelder auffangen.

Die Surfwellen-Diskussion zieht sich schon lange hin, das Projekt stand immer wieder vor dem Aus. Wie wollen Sie nach dem Auf und Ab weiterkämpfen oder ermüdet das Engagement langsam?

In den vergangenen sechseinhalb Jahren sind viel Energie und Zeit in dieses Projekt geflossen – über 3000 Stunden ehrenamtliches Engagement von vielen Unterstützern in der Bevölkerung und Vereinsmitgliedern. Der Zuspruch von zahlreichen Wolfratshauser Bürgern, die sich auf die Welle freuen, motiviert und bestärkt uns darin, weiterzumachen. Wenn sich die Mehrheit des Stadtrats jetzt für die Übernahme der nicht vorhergesehenen Lücke entscheidet, werden wir uns selbstverständlich dieser Verantwortung bewusst sein und mit vollem Engagement weiter an der Umsetzung des Wellenbetriebs arbeiten. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir uns bald Themen wie Kinder- und Jugendarbeit, Gestaltung der Sportstätte oder der Organisation des Surfbetriebs widmen können.

Fällt die Surfwelle für Wolfratshausen jetzt doch ins Wasser? Oder stimmt der Stadtrat für das Projekt? Am Dienstag fällt die Entscheidung. 

Künstliche Surfwelle: Pleiten, Pech und Pannen - ein Kommentar von Redaktionsleiter Carl-Christian Eick. 

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