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Auch aufgeräumt kein schöner Anblick: Die Bauruine des ehemaligen Isar-Kaufhauses in der Altstadt. 

Nicht zuletzt mit Blick auf den Chistkindlmarkt

Ehemaliges Isar-Kaufhaus: Stadträtin fordert „Verhüllung“ der Ruine 

Mit der Ruine des ehemaligen Isar-Kaufhauses versprüht die Wolfratshauser Altstadt wenig vorweihnachtlichen Charme. Daher im Stadtrat die Anregung: „Verhüllung“ zur Verschönerung.

Wolfratshausen Der Abriss des ehemaligen Isar-Kaufhauses in der Altstadt ruht seit Monaten. Noch steht in den Sternen, wann die Untermarkt 7-11 GmbH die Abbrucharbeiten fortsetzen kann, ganz zu schweigen von dem an der Stelle geplanten Neubau eines Geschäfts- und Wohnhauses. Wie mehrfach berichtet schwelt derzeit ein Rechtsstreit zwischen Nachbarn und dem Bauherrn, mit einer zeitnahen Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs rechnen die Verfahrensbeteiligten nicht. Inzwischen ist der Bauschutt auf der Marktstraße und dem Gehweg vor der Ruine weggeräumt worden, der Bauzaun ist nach hinten gerückt.

Dennoch gebe die Großbaustelle kein gutes Bild ab, monierte Renate Tilke (CSU) in der jüngsten Stadtratssitzung. Sie bat Bürgermeister Klaus Heilinglechner (BVW), mit dem Investor aus Grünwald über eine „Verhüllung“ der Kaufhaus-Reste zu sprechen. Eventuell würde die Projektgesellschaft in puncto Verschönerung ein paar Euro investieren, hofft Tilke – nicht zuletzt mit Blick auf den Christkindlmarkt am ersten Adventswochenende. An diesen Tagen erwartet Wolfratshausen traditionell mehrere tausend Besucher aus Nah und Fern.

Der Rathauschef wollte Tilke ihren Wunsch nicht per se abschlagen, machte ihr aber keine Versprechungen: „Der Investor hat mutmaßlich schon genug investiert“, meinte Heilinglechner. Negativ fiel seine Antwort auf eine Anfrage von Stadträtin Gerlinde Berchtold (SPD) aus. Sie wollte wissen, ob die Bushaltestelle am Untermarkt, die den Abbrucharbeiten weichen musste, nicht wieder aufgestellt werden könne. „Gegenwärtig muss aus Sicherheitsgründen im Zusammenhang des noch bestehenden Restgebäudes ein Teil des Gehweges vor dem ehemaligen Isar-Kaufhaus weiterhin gesperrt werden.“ Würde man das Bushäuschen schon jetzt installieren, „würde keine ausreichende Restgehwegbreite an dieser Stelle des Gehweges für die Fußgänger verbleiben“. Zudem müsse die Haltestelle „sicherlich“ wieder verschwinden, sobald die Bauarbeiten wieder aufgenommen werden. Aus diesen Gründen könne die Stadtverwaltung „eine Wiederinbetriebnahme des Bushäuschens nicht befürworten“. cce

Zum dritten Mal lässt die Stadt Wolfratshausen an der alten Floßlände eine künstliche Eisfläche anlegen. Das erwartet Schlittschuhläufer in Wolfratshausen.

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