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Hilfe von Frau zu Frau: Antonia Michel (SI), Nicoline Pfeiffer (Frauen helfen Frauen), Nina Hickethier (Sozialpädagogin) und Claudia Harrasser (SI-Schriftführerin). 

Von Frauen für Frauen

Darum unterstützen Isartaler Soroptimisten Hilfsorganisation

  • Sabine Hermsdorf-Hiss
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Der Soroptimist International-Club Isartal/Bad Tölz (SI) hat 745 Euro an „Frauen helfen Frauen“ gespendet. Das Geld kommt bedürftigen Kindern zugute.

Wolfratshausen – Leid hat viele Gesichter. Eines davon ist die Gewalt gegen Frauen, einigen bleibt oft nur der Weg ins Frauenhaus. Um den Betroffenen und ihren Kindern eine Freude zu bereiten, spendete der Soroptimist International-Club Isartal/ Bad Tölz (SI) 745 Euro an den Verein „Frauen helfen Frauen“.

„Mit einem Teil dieses Geldes können nun zwei Kinder eine Ferienfahrt antreten“, zeigt sich Nicoline Pfeiffer von der Hilfsorganisation dankbar. Durch die Unterstützung des Kinder- und Jugendfördervereins sei zudem für zwei weitere Kinder die Kostenübernahme gesichert. „Den Rest des Geldes werden wir für die Kinder verwenden, die nicht wegfahren.“ Derzeit befinden sich zehn Mädchen und Buben in der Obhut von „Frauen helfen Frauen“.

Die Verbindung zwischen dem Verein und den Soroptimisten besteht seit dem vergangenen Jahr. „Wir hatten uns damals den Schwerpunkt gesetzt, uns gegen Gewalt gegen Frauen auszusprechen und zu helfen“, erklärt SI-Club-Schriftführerin Claudia Harrasser. Als Pfeiffer auch dieses Jahr um Hilfe bat, rannte sie offene Türen ein. „Wir haben sofort bei uns einen Rundruf gestartet“, sagt Harrasser. Die Soroptimistinnen, allesamt berufstätige Frauen, sind für ihr soziales Engagement bekannt, das sie überparteilich, überkonfessionell und weltanschaulich neutral ausüben.

Gewalt in Familien kommt überall vor – egal in welcher Gesellschaftsschicht oder Nation. „Wir versuchen zu helfen, wo wir nur können“, betont Pfeiffer. Zwar hätte sich vom Gesetz her viel getan, dies sei aber für manche Frauen, gerade mit Flüchtlings- oder Migrationshintergrund, nicht umsetzbar. „Der Druck, der meist von der Verwandtschaft des Mannes aufgebaut wird, ist enorm.“

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Leidtragende seien die Kinder. Sie empfinden meist nicht die Scheidung an sich als traumatisch, sondern die fortwährenden Streitigkeiten vor und nach der Trennung der Eltern. Laut Pfeiffer gehören Akademikerinnen über 40 Jahre, die mehr verdienen als ihre Männer, zu der gefährdetsten Gruppe. „Sie erleben vermehrt häusliche Gewalt.“  

sh

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