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Stellten das Veranstaltungsprogramm vor: (v. li.) Wolfgang Saal, Justine Bittner, Kristina Tschamler, Emanuel Rüff, Dr. Sybille Krafft, Elisabeth Voigt und Eva Greif vom Verein Bürger fürs Badehaus Waldram-Föhrenwald. 

Vorstellung des Programms

Das ist im Badehaus 2020 geboten

Eine Reihe an hochkarätigen Veranstaltungen steht im Erinnerungsort Badehaus auf dem Programm. Am Sonntag geht es mit einer Gedenkveranstaltung für Max Mannheimer los. 

Waldram – Auf acht Veranstaltungen und vier Sonderausstellungen weist das aufwendig gestaltete Programmheft des Badehaus-Vereins hin. Vorsitzende Dr. Sybille Krafft stellte es gemeinsam mit weiteren Mitgliedern im Rahmen eines Neumitgliederempfangs am Erinnerungsort vor und begrüßte zudem die 5555. Besucherin. Überrascht nahm Dr. Lucie Wohlgenannt den Blumenstrauß und ein Miniatur-Badehaus-Modell entgegen. Vor dem Empfang wusste die Waldramer Musikpädagogin und Pianistin noch nichts von ihrem Glück. Sie kam mit ihrer Familie lediglich ins Badehaus, weil sie einen musikalischen Beitrag zu einer der Veranstaltungen leistet.

„Seit der Eröffnung des Erinnerungsorts haben sich uns 83 neue Mitglieder angeschlossen“, berichtete Krafft stolz. Die 500-Mitglieder-Marke dürfte demnächst geknackt werden. Den zweiten Termin des Veranstaltungsreigens, der schon am 26. Januar mit einer Lesung des Amberger Schriftstellers Friedrich Brandl begann, stellte Vorstandsmitglied Elisabeth Voigt vor.

Erinnerung an Max Mannheimer

Am kommenden Sonntag, 9. Februar, gedenkt der Verein ab 17 Uhr seines verstorbenen Ehrenmitglieds Max Mannheimer. Der Holocaust-Überlebende wäre drei Tage zuvor 100 Jahre alt geworden. Zu der Feier mit Film, Musik und Weggefährten wird auch der Antisemitismus-Beauftragte der bayerischen Staatsregierung, Dr. Ludwig Spaenle, erwartet.

Chorkonzert und Klezmer-Musik

Zwei musikalische Höhepunkte gibt es im März und April. So wird der Isura Madrigal Chor am 15. März in der Schulaula von St. Matthias Lieder über „Krieg und Frieden“ singen. Klezmer-Musik präsentiert das Duo Susi Evans und Szilvia Csaranko am 5. April im Badehaus.

75 Jahre Kriegsende

Das Ende des Zweiten Weltkriegs, das sich 2020 zum 75. Mal jährt, wird gleich in mehreren Veranstaltungen thematisiert. So setzt sich am 2. Mai um 10 Uhr ein Gedenkzug vom Todesmarsch-Mahnmal in Buchberg zum Erinnerungsort Badehaus in Bewegung. Dort beginnt um 11.30 Uhr ein gemeinsam mit dem Historischen Verein Wolfratshausen gestalteter Festakt mit Musik, Zeitzeugengesprächen und einer Ausstellung von Bildern des im Dritten Reich verfolgten Künstlers Karl Maldek.

Sommerfest, App und mehr

Eine eher aufgelockerte Stimmung ist am 28. Juni bei der „Sommerfrische am Kolpingplatz“ zu erwarten. Der Badehaus-Verein wird dort gemeinsam mit der Waldramer Kolpingfamilie sein erstes Sommerfest veranstalten. Bei der vorhergehenden Mitgliederversammlung stellen Geretsrieder Gymnasiasten eine App vor, mit der die Badehaus-Gäste auch eine Außenführung durch Waldram unternehmen können. Vom 19. Juli bis zum 4. Oktober stehen die Bilder von Max Mannheimer, der unter dem Pseudonym „ben jakov“ gemalt hat, im Fokus einer Sonderausstellung. Abschied nehmen von der Bundesfreiwilligen Kristina Tschamler heißt es am 13. September bei dem von ihr selbst gestalteten Abschlussabend. Gezeigt wird dabei unter anderem der Spielfilm „Am Ende kommen Touristen“. Fünf Wochen später folgen am 18. Oktober der Festakt und eine Sonderausstellung zum Thema „75 Jahre jüdisches Lager Föhrenwald“. Die Geretsrieder Fotografin Justine Bittner zeigt ihre Porträts von ehemaligen Föhrenwaldern.

Kooperation mit dem Historischen Verein

Eine große Kartennachfrage gibt es bereits für die in Kooperation mit dem Historischen Verein veranstaltete Revue „Als die Amis ins Isartal kamen“ am 21. November in der Loisachhalle. Wie berichtet werden dort Musik, Tanz, Filme, Kabarett und Zeitzeugeninterviews geboten. Mit einem Filmabend zur Geschichte der nach dem Zweiten Weltkrieg in Bayern angekommenen Flüchtlinge endet das Veranstaltungsjahr am 11. Dezember im Badehaus. Vorsitzende Dr. Sybille Krafft wird dabei ihren neuen Dokumentarfilm „Damals angekommen in Bayern“ der Öffentlichkeit präsentieren und Gespräche mit Zeitzeugen führen. Peter Herrmann

Infos im Internet:

www.erinnerungsort-badehaus.de

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