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Fesch: Im Trachtenmodengeschäft Fischer-Pflügl probierten die jungen Damen und Herren aus dem Land des Lächelns Lederhosen und Dirndl an. Mit Rat und Tat zur Seite standen den Gästen der Stadt Wolfratshausen Gudrun und Stefan Fischer (hi. li.). 

Besuch aus der Partnerstadt Iruma

Krachlederne statt Kimono

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Eine Jugenddelegation aus Japan ist zu Gast in Wolfratshausen. Natürlich darf da ein Besuch mit Anprobe in einem Trachtenmodengeschäft nicht fehlen. 

Wolfratshausen– Zwischen den Gästen der Stadt Wolfratshausen aus dem Land des Lächelns sowie Gudrun und Stefan Fischer bricht schnell das Eis: Bei der Anprobe von Lederhosen und Dirndln am Freitag im Trachtenmodengeschäft Fischer-Pflügl herrscht ausgelassene Fröhlichkeit. Stefan Fischer scannt die drei jungen Herren aus der Partnerstadt Iruma/Japan mit fachkundigem Blick – und händigt ihnen jeweils eine Lederhose in der passenden Größe aus. Bevor’s in die Umkleidekabine geht, gibt’s noch ein paar Tipps: So gehen die Knöpfe auf und zu, so führt man die Träger über die Schulter. Die drei Japaner sind begeistert. Während einer in das für ihn ungewohnte Beinkleid und das blau-karierte Trachtenhemd schlüpft, machen seine zwei Freunde Fotos mit ihren Smartphones. „Very nice“, Daumen hoch.

Dolmetscherin Alexandra Frank mutiert derweil in der Damenabteilung zur Dauerfotografin. Einzelfotos, Gruppenbilder – das besondere Shopping-Erlebnis in der Flößerstadt muss für die Daheimgebliebenen ausführlich dokumentiert werden. Ist das blaue Dirndl das Schönste? Oder doch das rote? Gudrun Fischer und ihre Mitarbeiterin Doris Patterson stehen den Japanerinnen mit Rat und Tat zur Seite. Vorsicht: Die Dirndl-Schleife hat eine starke Aussagekraft: „Wer sie vorne rechts trägt, ist bereits vergeben – vorne links heißt, die Männerwelt hat noch Chancen“, erklärt Gudrun Fischer mit einem Lächeln.

„Ihnen gefällt das Design, in ihren Augen hat das Ganze etwas vom sogenannten Cosplay“, ein japanischer Verkleidungstrend, der in den 1990er-Jahren mit dem Manga- und Animeboom auch nach Europa schwappte, sagt Übersetzerin Frank. Krachlederne statt Kimono: Der Termin im Wolfratshauser Trachtenmodenhaus stehe bei den Delegationen aus Iruma immer ganz oben auf der Wunschliste, ergänzt Rathausmitarbeiterin Helga Hacibekiroglu.

Weiter ging’s für die Gäste mit einem Besuch im Waldramer Kindergarten, am Abend warfen sie einen Blick hinter die Kulissen der Weidacher Feuerwehr. Nach einem Abstecher zum Schloss Neuschwanstein, der Abschiedsparty im Wirtshaus Flößerei und der offiziellen Verabschiedung durch Rathauschef Klaus Heilinglechner steigen die Jugendlichen am kommenden Dienstag in München in den Flieger, der sie zurück nach Iruma bringt. Mit im Gepäck: gefühlte 1.000 Terabyte Fotomaterial.

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