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„Konnichiwa“ in Wolfratshausen: Der Iruma-Partnerschaftsverein um den Vorsitzenden Ludwig Gollwitzer (4. v. li.) und seine Vorgängerin Dietlind Diepen (6. v. li.) feierten mit Bürgermeister Klaus Heilinglechner (5. v. re.), Stadträten und Besuchern.

Zum 15. Geburtstag

Japanischer Garten in Wolfratshausen: Seine Gestaltung hat eine tiefe Bedeutung

  • vonPeter Herrmann
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Ein Ort „des bewussten Sehens und Genießen“: Der japanische Garten an der Wolfratshauser Johannisgasse feiert 15. Geburtstag. Seine Gestaltung hat eine tiefe Bedeutung.

Wolfratshausen – Der japanische Garten „Yuko Nihon Teien“ ist wohl ohne Übertreibung das schönste Geschenk, das Wolfratshausen zum 1000. Stadtgeburtstag von der Patenstadt Iruma erhalten hat. Am 19. September 2003 wurde die Grünfläche an der Johannisgasse eingeweiht. Nun feierte der japanische Garten Geburtstag.

„Das ist ein Ort des bewussten Sehens und Genießens geworden“, lobte Bürgermeister Klaus Heilinglechner bei dem Fest am Samstag. Ludwig Gollwitzer, Vorsitzender des Iruma-Partnerschaftsvereins, erinnerte daran, dass sich der Verein erst ein Jahr nach der Eröffnung des japanischen Gartens gegründet hatte.

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Neben der Organisation des gegenseitigen Austauschs trommelt seine Vorgängerin Dietlind Diepen seit vielen Jahren von April bis zum Herbst jeden Monat fleißige Gartenhelfer zusammen. „Sie schneiden die Büsche und Bäume genau nach den Vorgaben unserer japanischen Freunde, die wiederum alle drei bis fünf Jahre einige Gärtner von Iruma nach Wolfratshausen schickt“, erklärte Gollwitzer. Durch ihren „Volldampf-Einsatz“ konnten der Stadt in den letzten Jahren Kosten in Höhe von rund 50.000 Euro erspart werden.

„Der Garten ist zu einem Kleinod der Ruhe und Erholung geworden: Hier spielen Kinder am Wasser, erholen sich Mütter und Rentner auf den Ruhebänken und turteln Liebespaare, wenn es dämmrig wird“, so der Partnerschaftsverein-Vorsitzende. Diepen verwies darüber hinaus auf die Bedeutung der verschiedenen Formen, Materialien und Pflanzen. So symbolisieren die Steine beispielsweise Tiere, die in die Natur eingebunden sind. Die Bäume sind Symbole für das Leben und das Menschsein.

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Während des rund vierstündigen Festakts bot der Partnerschaftsverein kleine Geschenke und Mitbringsel aus Japan an, die sich nach vielen gegenseitigen Besuchen angehäuft hatten. Die dadurch erzielten Spendeneinnahmen kommen der Förderung des Jugendaustausches zugute. Sushi-Spezialitäten und japanische Schwertkampfvorführungen des Iaido-Vereins von Oliver Bischoff krönten das Geburtstagsfest. ph

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