Prominente Werbung: Auch der Badehaus-Verein wünschte sich ein solches Hinweisschild an der A95 – die Autobahndirektion Süd lehnte das Ansinnen ab.

Stadtrat

Kein Hinweisschild fürs Waldramer Badehaus an der Autobahn

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Die Entscheidung über innerstädtische Hinweisschilder fürs Badehaus in Waldram: hat der Stadtrat vertagt

Wolfratshausen– Der Badehaus-Verein wünscht sich ein großes Schild an der Autobahn 95, das Reisende aus nah und fern auf die Dokumentationsstätte im Ortsteil Waldram hinweist. Der Stadtrat hatte den Ehrenamtlichen in diesem Zusammenhang einen Zuschuss in Höhe von 20 000 Euro versprochen – die Rechnung allerdings ohne die Autobahndirektion Süd gemacht. Der sogenannte Entscheidungsträger lehnte das Ansinnen ab; sowohl nach Antrag der Kommune als auch auf persönliche Nachfrage von Vereinsvorsitzender Dr. Sybille Krafft.

Die Begründung: Ein Hinweisschild gibt’s nur, „wenn es sich um ein Ziel von herausragender touristischer Bedeutung handelt“, berichtete Bürgermeister Klaus Heilinglechner (BVW) in der jüngsten Stadtratssitzung. „Dabei muss unter anderem eine permanente, ganzjährige öffentliche Zugänglichkeit mit üblichen täglichen Öffnungszeiten gegeben sein“, zitierte der Rathauschef die Autobahndirektion. Das Badehaus in Waldram, dass derzeit an nur drei Tagen zugänglich sei, erfülle diese Voraussetzung nicht. Alternativ hat der Verein beantragt, die 20 000 Euro, die im städtischen Haushalt für das laufende Jahr bereitgestellt worden sind, für eine „innerörtliche und überörtliche Hinweisbeschilderung sowohl für den Kraftfahrzeugverkehr als auch für Radfahrer und Fußgänger“ zu verwenden. Die Entscheidung über diesen Antrag vertagte der Stadtrat jedoch – nur die dreiköpfige Grünen-Fraktion war anderer Meinung.

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Helmut Forster (jetzt Liste WOR) verlangte, dass zunächst ein Beschilderungskonzept „inklusive Kosten“ vorgelegt werden müsse. Bei den 20 000 Euro handele es sich nämlich nicht – wie Grünen-Stadtrat Dr. Hans Schmidt erklärt hatte – um einen „Haushaltsrest“. Das Geld, das für eine Autobahntafel vorgesehen war, kurzum in ein „noch unkonkretes Projekt“ zu investieren, kam für den Wirtschaftsreferenten des Stadtrates nicht in Frage. Forster: „Das wäre ein Blankoscheck, und einen Blankoscheck gibt’s nicht.“

Nach der Erläuterung von Bauamtsleiterin Susanne Leonhard, dass in puncto Badehaus zeitnah ein Beschilderungskonzept erarbeitet werde, stellte Stadtrat Dr. Manfred Fleischer (jetzt Liste WOR) einen Antrag zur Geschäftsordnung: den Antrag des Vereins vertagen, bis das Konzept inklusive Kostenaufstellung auf dem Tisch liegt. Bürgermeister und 19 weitere Räte votierten für dieses Vorgehen – allein die Grünen-Fraktion stimmte dagegen. Fleischer bat in diesem Kontext die Verwaltung zu prüfen, ob das Hinweisschild „Internationale Flößerstadt“ an der A 95 nicht an die Stelle rücken könnte, an der bis vor einigen Monaten für den Märchenwald geworben wurde. Der Alternativstandort ist aus Fleischers Sicht deutlich augenfälliger. Und Wolfratshausen „hat ja auch ganzjährig geöffnet“, merkte der Waldramer mit einem Schmunzeln an. cce

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