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Mehr Verkehrsunfälle als im Vorjahr musste die Polizei im Jahr 2015 bearbeiten.

Promillefahrten sind in Mode

Polizeibericht: Landkreis ist kein Unfallschwerpunkt

Wolfratshausen – Auch wenn der Landkreis in Sachen Verkehr sicher bleibt: Die Zahl der Betrunkenen hinter dem Steuer ist drastisch gestiegen. Aber wieso?

Etwas mehr Verkehrsunfälle als im Vorjahr musste die Wolfratshauser Polizei im Jahr 2015 bearbeiten. Insgesamt wurden die Uniformierten zu 1009 Unfällen gerufen, das sind 47 mehr als 2014. Eine bedenkliche Zahl sei das jedoch noch nicht. „Unser Landkreis ist kein Unfallschwerpunkt“, versichert der Dienststellenleiter der Wolfratshauser Polizei, Werner Resenberger, bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik am Mittwoch.


Der deutlichste Anstieg wurde bei Zusammenstößen unter Alkoholeinfluss verzeichnet.


Der deutlichste Anstieg wurde bei Zusammenstößen unter Alkoholeinfluss verzeichnet. 17 Mal verursachten angetrunkene Fahrer einen Polizeieinsatz. Das ist eine Steigerung um über 50 Prozent. Dabei trugen zehn Personen Verletzungen davon. Der stellvertretende Vize-Chef der Polizei, Christian Neubert, erklärte diesen Anstieg bei dem Pressegespräch so: „Durch den G 7-Gipfel und die Flüchtlingskrise im vergangenen Jahr mussten wir einige Beamte abstellen.“ Weil dadurch weniger Personal zur Verfügung stand, musste die Verkehrsarbeit zurückstecken: „Wir konnten weniger Präventionsarbeit leisten und weniger Alkoholkontrollen durchführen“, berichtet Neubert. Deshalb wurden im vergangenen Jahr auch deutlich weniger angetrunkene Fahrer aus dem Verkehr gezogen. Laut der offiziellen Statistik der Wolfratshauser Polizei mussten sich 24 Fahrer einem Verfahren wegen Trunkenheit im Verkehr stellen. 2014 waren es noch 40.


Insgesamt kamen weniger Personen im Straßenverkehr zu Schaden als im Vorjahr


Eine gute Nachricht zum Schluss: Insgesamt kamen weniger Personen im Straßenverkehr zu Schaden als im Vorjahr. 200 Menschen wurden bei Unfällen verletzt (2014: 205), zwei Verkehrsteilnehmer verloren ihr Leben. Im Jahr davor waren es drei.

von Dominik Stallein

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