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Gern gesehener Gast: Die Neue Philharmonie München bei einem Konzert in der Loisachhalle. 

„Ich möchte aufs allerhöchste Niveau“

Neue Philharmonie München: Konzert mit Kiril Stankow am 28. September

Kiril Stankow kommt als Gastdirigent der Neuen Philharmonie München in die Wolfratshauser Loisachhalle. Das Konzert findet am 28. September statt.

Wolfratshausen – Nach einer Tournee durch Italien und Österreich kehrt die Neue Philharmonie München im September in die Loisachhalle zurück. Im Gepäck haben die jungen Musiker die „Symphonie classique“ von Sergei Sergejewitsch Prokofjew, das Oboenkonzert von Richard Strauss und die 4. Sinfonie von Felix Mendelssohn-Bartholdy, mit dem Beinamen „Italienische“. Das internationale Orchester, das aus Musikstudenten besteht, wird von Mitgliedern des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, des Bayerischen Staatsorchesters und erfahrenen Hochschulprofessoren betreut. Die Neue Philharmonie ist Teil der in Icking gegründeten Musikwerkstatt Jugend, die sich als gemeinnütziger Verein für die Förderung von Nachwuchsmusikern einsetzt.

Gastdirigent des Projekts ist Kiril Stankow. Der 36-Jährige war zuletzt als Kapellmeister am Staatstheater am Gärtnerplatz in München tätig. Sein internationaler Durchbruch gelang ihm 2013, als er beim Dirigier-Wettbewerb in Besancon den zweiten Platz belegte und dort das Orchestre National de Lorraine dirigierte. In Deutschland debütierte er bereits im Leipziger Gewandhaus sowie in der Elbphilharmonie und der Laeiszhalle in Hamburg.

„Der Kontakt zur Neuen Philharmonie München ist im Herbst 2018 entstanden“, berichtet Stankow. Simon Edelmann, Vorstandsmitglied der Musikwerkstatt Jugend, hatte den jungen Dirigenten zu einer Streicherprobe und zum Konzert eingeladen. „Ich war beeindruckt“, erinnert sich der 36-Jährige. Die Stimmung sei toll gewesen, einige der Musiker kannte er schon. „Als ich dann gefragt wurde, ob ich ein Projekt musikalisch leiten möchte, hatte ich riesige Lust.“

Im Programm, das Stankow mit dem Orchester erarbeitet, sieht er großes Potenzial. „Es ist anspruchsvoll und abwechslungsreich.“ Für die Werke hat er sich eine etwas kleinere Besetzung gewünscht und erwartet eine umfangreiche individuelle Vorbereitung. „Ich möchte aufs allerhöchste Niveau, das habe ich in den Planungsgesprächen immer wieder betont.“ Mit Prokofjew steht einer von Stankows Lieblingskomponisten auf dem Programm. „Er komponiert unglaublich witzig und absolut genial“, findet der Dirigent.

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Das späte Werk von Strauss bildet mit der „merklichen Altersweisheit“ einen starken Kontrast. Lennart Höger wird beim Oboenkonzert als Solist auf der Bühne stehen. Er studierte an der Hochschule für Musik in Würzburg und schloss seinen Bachelor in Köln bei Prof. Christian Wetzel ab. In Paris absolvierte er ein Gaststudium am „Conservatoire national superieur de musique et de danse“. Seit 2017 ist Höger Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Lennart Höger, er ist wirklich ein außergewöhnlich guter Oboist“, erklärt Stankow. Die beiden Musiker kennen sich schon, Stankow schätzt Högers Gefühl für Klang und Puls. „Und dann spielen wir ja noch die ,Italienische‘ von Mendelssohn, ein Stück, weshalb man doch überhaupt Musiker werden wollte.“

Info

Das Konzert findet am Samstag, 28. September, um 20 Uhr in der Loisachhalle statt (Werkeinführung ab 19.15 Uhr). Karten für 25 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr gibt es auf www.muenchenticket.de, in Wolfratshausen im Bürgerbüro und bei Happy Holiday Reisen, in Geretsried im Reisebüro Hecher und in Icking bei Schreibwaren Baumgartner. An der Abendkasse kostet das Ticket 30 Euro, Schüler und Studenten haben freien Eintritt.

Leonora Mitreuter

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